Internationaler Tag der Milch

01. Juni 2019

Landwirte laden Schüler auf ihre Höfe ein

Joghurt, Kefir, Sahne, Käse, Butter – die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Allein gut 50 Liter Milch trank jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr. Für viele sind Milchprodukte aus der täglichen Ernährung kaum mehr wegzudenken. Doch wo kommt die Milch überhaupt her? Wie werden die Tiere gehalten und gefüttert und wie wird die Milch später weiterverarbeitet? Diese Fragen stehen zum internationalen Tag der Milch am 1. Juni wieder im Mittelpunkt und das bereits seit 1957. In diesem Jahr hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Internationale Milchwirt-schaftsverband (IDF) erstmals den Tag der Milch ausgerufen.

Über 12.500 Milchkühe stehen im Kreis Coesfeld auf etwa 180 Höfen der Familienbetriebe (Stand 2017). Dort arbeiten die Landwirte 365 Tage im Jahr mit ganz viel Herzblut mit den Tieren, egal ob Samstag oder Sonntag, egal ob Ostern, Weihnachten oder Silvester. Im Kreis Coesfeld gibt eine Kuh im Schnitt gute 9.000 kg Milch im Jahr, das sind etwa 30 kg Milch am Tag. Eine hohe Leistung, die sie nur mit bestem Futter, artgerechter Haltung und einem sehr guten Management erbringen kann. Doch noch höher muss es gar nicht gehen: „Züchterisch steht schon lange nicht mehr nur die Milchleistung im Fokus, eine gute Gesundheit und Langlebigkeit der Kühe sind viel wichtiger geworden“, so Frank Große Verspohl, Vorsitzender des Milchausschusses. „Wir wollen natürlich, dass es unseren Tieren gut geht, denn nur so können sie eine solche Leistung überhaupt erbringen.“ Dafür stehen er und seine Berufskollegen auch schon einmal nachts auf, nämlich dann, wenn eine Kuh kalbt und unterstützt werden muss oder es wird abends spät, wenn es darum geht, das letzte Gras in den Silo zu fahren. „Kopfschmerzen bereitet uns inzwischen wieder der fehlende Regen und das betrifft nicht nur die Milchviehhalter, sondern alle Landwirte. Aufgrund der Dürre im letzten Jahr sind die Futterreserven knapp und die Böden noch immer viel zu trocken“, erklärt Michael Uckelmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Coesfeld. Trotz eines ertragreichen ersten Grünlandschnittes wäre eine weitere Trockenperiode im Frühsommer für viele Betriebe eine Katastrophe, da sie dann wieder befürchten müssten, ihre Tiere nicht mehr satt zu bekommen. „Gott sei Dank hat der Regen am Anfang der Woche die Lage ein bisschen entspannen können und lässt auf mehr hoffen.“

Schulbesuch auf dem Bauernhof
Wo die Milch herkommt, wie Milchkühe gehalten, gefüttert oder gemolken werden, wissen viele Kinder inzwischen oft nur noch aus Büchern oder aus zweiter Hand. „Der Bezug zur Landwirtschaft wird auch hier, im noch ländlich geprägten Kreis Coesfeld, immer geringer. Auch deshalb öffnen viele Betriebe immer wieder gerne ihre Tore für interessierte Schulklassen. „Bei einer solchen Exkursion können die Kinder mit allen Sinnen Natur, Umwelt und die Herkunft der Milch erleben und haben so die Chance das Klassenzimmer mit dem Kuhstall tauschen“, erklärt Tobias Großerichter vom Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit. Zum Tag der Milch möchte der Landwirtschaftliche Kreisverband Coesfeld auf dieses Angebot aufmerksam machen und ruft die Schüler und Lehrer aller Schulen zur Bauernhoferkundung auf „Als kleines Schmankerl wird der ersten Grundschulklasse aus dem Kreis Coesfeld, die sich beim Landwirtschaftsverband meldet, die Busfahrt zu einem Milchviehbetrieb in der Gegend gesponsert.

Pädagogen, die Interesse am „Lernort Bauernhof“ haben, können Sich beim Landwirtschaftsverband (eva-maria.saelker-buddendick@wlv.de) melden. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.bauernhof.net

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