Kreisverbandstag 2013: Deutscher Bauernpräsident besuchte heimische Landwirte

07. März 2013

Ennepe-Ruhr-Hagen/Schwerte (wlv). Erstmalig besuchte er die heimischen Bauern: Joachim Rukwied, seit Juni letzten Jahres Präsident des Deutschen Bauernverbandes, war Gastredner beim gemeinsamen Verbandstag der Landwirtschaftlichen Kreisverbände Ruhr-Lippe und Ennepe-Ruhr/Hagen am Mittwochabend in Schwerte.


So konnte sich der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ennepe-Ruhr/Hagen Dirk Kalthaus auch über rund 350 Bauern und Bäuerinnen freuen, die im Freischütz zusammengekommen waren. Rukwied, der am Nachmittag noch agrarpolitische Gespräche in Brüssel geführt hatte, konnte direkt über die aktuellsten Entwicklungen der europäischen Agrarpolitik berichten. Mit dem Jahr 2015 gehe die gemeinsame Agrarpolitik in eine neue Runde, so Rukwied. Dabei sei es ihm besonders wichtig, dass die Ausgestaltung der Reform in den einzelnen Mitgliedstaaten zumindest halbwegs gleich sein. „Ich sehe jedoch die deutliche Gefahr, dass das möglicherweise nicht der Fall sein wird und wir als Landwirte in Deutschland damit deutliche Wettbewerbsnachteile erhalten könnten“, warnte er.


Landwirtschaft müsse sich weiter öffnen, plädierte er. „Wir brauchen als Bauern die Akzeptanz in der Gesellschaft, deshalb müssen wir offen kommunizieren und Transparenz zeigen“, sagte er und führte weiter aus: „Wir müssen den Menschen zeigen, wie es in unseren Ställen aussieht.“ Nur das schaffe Vertrauen. Das sah auch Kreisverbandsvorsitzender Dirk Kalthaus so. Ein Weg in diese Richtung sei die aktuell geplante Initiative „Tierwohl“, die die Landwirtschaft gemeinsam mit Vermarktern und dem Lebensmitteleinzelhandel auf den Weg bringen wollte, so Kalthaus. „Wir sind offen für neue Entwicklungen, müssen aber den Verbraucher auf diesem Weg mitnehmen“, so der Ennepetaler Landwirt.


Beide, Rukwied und Kalthaus, machten deutlich, wie wichtig es ihnen sei, dass die gesamte Kette der Nahrungsmittelerzeugung an einem Strang ziehe. „Die aktuelle Aflatoxin-Problematik müsse lückenlos aufgeklärt werden, so Rukwied. „Wir Landwirte müssen uns darauf verlassen können, dass die Futtermittel, die wir kaufen absolut in Ordnung sind“, ergänze Kalthaus.


Abschließend appellierte Rukwied an die anwesenden Bauern und Bäuerinnen: „Nur wenn wir wirklich gemeinsam auftreten und uns auf den Weg machen, werden wir die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen meistern, dann kann Landwirtschaft die Zukunftsbranche des 21. Jahrhunderts sein.“

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …