Immer mehr Landwirte wirtschaften auf Pachtflächen

27. Februar 2013

Gütersloh /wlv (Re) „Wir wissen das Grund und Boden ein knappes und unvermehrbares Gut ist“, so der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh Arnold Weßling. „Aufgrund des technischen Fortschrittes und der wirtschaftlichen Gegebenheiten müssen unsere Höfe immer größer werden.“ Sie seien auf Pachtland angewiesen. Die Pachtquote betrage im Kreis Gütersloh mittlerweile im Schnitt etwa die Hälfte der bewirtschafteten Fläche. Selbstverständlich gibt es einen Wettbewerb um Pachtflächen. „Doch sehr häufig sind langjährige, persönliche Beziehungen und Verbindungen Grundlage der Pachtverhältnisse“, weiß Weßling. Auch weiß er, dass es bei den Verpachtungen zu einem fairen Ausgleich der wirtschaftlichen Möglichkeiten kommen muss. „Nur finanziell geordnete Betriebe können auch langfristig Pachtzins-Zahlungen leisten und für eine gesunde Bewirtschaftung der Böden sorgen“, erklärt der Vorsitzende. Pachtzahlungen die jenseits jeglicher ökonomischer Vernunft lägen, könne keiner dauerhaft bezahlen, ohne dass es zu Verwerfungen komme. Es müsse eine Bewirtschaftung stattfinden, die die Ertragsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Grunds und Boden langfristig sichere.

Oft werden Preise genannt, hinter denen keine realen Pachtverträge stehen oder es handelt sich um Sonderkulturen kurzfristigen Anbaus oder anderen Sondernutzungen. „Mögliche Vertragspartner sollten eine Vereinbarung treffen, die für beide Seiten tragbar ist und die örtliche Situation berücksichtigt“, bekräftigt der Vorsitzende. „Unseren Landwirten ist daran gelegen, dass sie ihre gepachteten Flächen behalten und die Verpächter brauchen zuverlässige Pachtzahlungen, die eine verantwortliche Bewirtschaftung ihres Grund und Bodens gewährleisten. Bei aller Freude über endlich höhere Erlöse für Produkte vom Acker seien Preise für Kraftstoff, Dünger und übrige Betriebsmittel seit geraumer Zeit deutlich gestiegen. Eine Quersubventionierung aus andern Produktionsbereichen sei nicht nur betriebswirtschaftlich unsinnig, sondern auch hochgefährlich, da gerade bei Milch und Fleisch die Preise sehr stark schwanken und alles andere als hoch seien. Weßling: „Uns als Berufsstand ist an einem fairen, wechselseitig getragenen, vertrauensvollen Verhältnis zwischen Pächter und Verpächter sehr gelegen.“

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