Kreisverbandstag der Landwirte am 6. Februar

27. Januar 2014

Raus aus der Arbeits- und Zeitfalle

Gütersloh/WLV (Re): „Turbo im Betrieb – Kolbenfresser in der Familie“ – so lautet das Thema des diesjährige Kreisverbandstages des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 6. Februar 2014, um 19.30 Uhr, im Landgasthof „Altes Bauernhaus“ (Möllenbrocksweg 20) in Marienfeld statt. Der Referent: Dipl.-Ing. agr. Rolf Brauch, vom Kirchlichen Dienst auf dem Land in Mosbach. Er ist u.a. Regionalbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden für den Dienst auf dem Lande in Nordbaden.

Die Landwirtschaft ist interessant und vielfältig, stellt an die bäuerlichen Familien aber auch hohe Anforderungen. Globalisierung, Spezialisierung, Medialisierung: Enormer Wachstum- und Wettbewerbsdruck, politische und wirtschaftliche Zwänge, steigende Auflagen und Bürokratie, Konflikte durch mehrere Generationen auf dem Hof, zunehmende Kritik von Seiten der Gesellschaft … - das Leben auf einen Bauernhof ist keineswegs ländliche Idylle wie sie gern in der Werbung vermittelt wird. Arbeitsverdichtung, Arbeitsbelastung, Arbeitsüberforderung sind auch im landwirtschaftlichen Umfeld keine Fremdworte. Physische und psychische Belastungen machen vor dem grünen Berufszweig nicht Halt.

„Keine Zeit vor lauter Arbeit, der Lebensalltag zwischen Familien- und Betriebsangehörige, Mitarbeiter und Generationen gestaltet sich nicht immer einfach“, so der Kreisverbandsvorsitzende Arnold Weßling. „Der Leistungsdruck auf unseren Höfen nimmt spürbar zu und damit auch sich daraus entwickelnden Spannungen und Belastungen für das Zusammenleben in den Familien.“ Doch nur Bäuerinnen und Bauern mit einer ausgeglichenen, leistungsfähigen inneren Verfassung können erfolgreich arbeiten und ihre Betriebe gut führen. Wie lassen sich Kolbenfresser im Betrieb vermeiden, um ein zufriedenes Arbeits- und Familienleben zu haben? Welche Strategien helfen, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden? Wie können wir auf Stress reagieren? Wie kommen wir aus der Arbeitsfalle heraus?

Das diesjährige Thema geht jeden an, ob Bäuerin oder Bauer, Hofnachfolger oder Betriebsleiter, Altenteiler, Voll- oder Nebenerwerbslandwirt, kurz - jeden Besucher - auch aus dem nichtlandwirtschaftlichen Umfeld“, bekräftigt der Kreisverbandsvorsitzende Arnold Weßling. Denn das Phänomen einer sich zuspitzenden intensiven Arbeitsbelastung in einer schneller werdenden Welt ist ein Problem unseres Zeitalters, unserer gesellschaftlichen Entwicklung.

Wir erwarten auf unseren Kreisverbandstag einen hochinteressanten Vortrag mit einer aktuellen Thematik und Problematik, nutzen Sie ihn“, wirbt Weßling. Der Referent verfüge über viele und einschlägige Erfahrungen im Bereich Beratung und Seelsorge gerade im ländlichen Raum. Der Vorsitzende lädt alle Landwirte, Landfrauen und Landjugendlichen und alle Interessierten herzlich zum Kreisverbandstag ein.

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