Rapsblüte so früh wie noch nie zuvor

10. April 2014

Gütersloh /wlv (Re): Mit seiner leuchtend gelben Blüte prägt der Raps jetzt mit seiner Augen- und Bienenweide wieder die Landschaft im Kreis Gütersloh. „Doch die Ölpflanze blüht so früh wie noch nie“, stellt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh Arnold Weßling fest: „Etwa drei Wochen eher als im Vorjahr.“

Nach dem milden Winter und dem warmen Frühlingsauftakt präsentiert sich die gesamte Pflanzenwelt außergewöhnlich weit entwickelt. „Nach dem sehr späten Winterende im letzten Jahr ist der Unterschied in diesem Jahr besonders groß“, berichtet der Vorsitzende. Aber auch gegenüber dem langjährigen Durchschnitt hat die Rapsblüte einen dreiwöchigen Vorsprung. Auch das Wintergetreide ist der normalen Entwicklung mindestens zwei Wochen voraus.

„Doch es ist zu trocken“, schildert Weßling. „Es fehlt Regen, besonders auf leichten Standorten im Kreisgebiet.“ Zwei Drittel aller Böden in Deutschland sind nach Erhebungen des Deutschen Wetterdienstes so trocken wie seit 1962 nicht mehr. Auch der Regen der letzten Tage war nicht ausreichend. Weßling: „Noch ist alles im grünen Bereich, bisher sind keine stärkeren Schäden vorhanden.“ Aber vor allem das Wintergetreide und der Raps befänden sich in einer sehr sensiblen Phase. „Denn jetzt bilden die Pflanzen die Anlagen für ihre Früchte“, erklärt der Vorsitzende. Beim Getreide entscheidet sich sowohl die Anzahl der Triebe, an denen später Ähren entstehen können, als auch die Anzahl der Körner pro Ähre. „Was jetzt fehlt, kann im Sommer nur schwer aufgeholt werden“, erläutert Weßling. Deshalb hoffen die Landwirte auf einen schönen Landregen. Sorgen könnten den Bauer auch noch auftretende Spätfröste bereiten. Aufgrund der frühen Zeit und weiten Entwicklung könnten späte Nachfröste große Schäden anrichten. „Das Wetter können wir nicht beeinflussen, doch wir machen das Beste daraus, so der Vorsitzende abschließend.

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