Kreisverbandstag am Aschermittwoch

27. Januar 2016

Landwirtschaft zwischen „Landlust“, Tierschutz, Kostendruck und Kritik

Gütersloh/WLV (Re): Landwirtschaft in 2020 – geliebt, gehasst, gewertschätzt, wie geht es weiter? - so lautet das Thema des diesjährigen Kreisverbandstages. Dieser findet am Aschermittwoch, 10. Februar 2016, um 13.30 Uhr, im Landgasthof „Altes Bauernhaus“, in Marienfeld, statt. Die Kurzvorträge zu dem Thema halten Dr. Clemens Dirscherl, Beauftragter für agrarsoziale Fragen der Evangelischen Kirche in Deutschland und Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV).
Darüber hinaus präsentiert Bauer und Agrarslamer Hendrik Ruwisch aus Versmold die Landwirtschaft auf humoristische und augenzwinkernde Art. Er stellt seinen neuen „Agrar-Slam“ vor.

Die Landwirtschaft steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen Bauernhof-Idylle, „Landlust“, Verbrauchererwartungen, Tierschutz, globalen Märkten, ökonomischen Zwängen und Kritik: Auf der einen Seite wird die Landwirtschaft romantisiert: Zeitschriften wie „Landidee“, „Landlust“, „Mein schönes Land“ oder Fernsehsendungen wie „Bauer sucht Frau“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Auf der anderen Seite steht die landwirtschaftliche Erzeugung zunehmend im kritischen Blick der öffentlichen Meinung“, schildert der Kreisverbandsvorsitzende Andreas Westermeyer. Mehr noch: Bauern sehen sich immer häufiger pauschalen Beschimpfungen und Dauerkritik ausgesetzt. Zudem werden die Landwirte mit immer höheren Anforderungen und damit höheren Kosten konfrontiert. Der Lebensmittelhandel und die Ernährungswirtschaft sind bisher dagegen kaum bereit, solche Qualitäten und Produktionsprozesse zu honorieren, die den Verbrauchererwartungen entgegenkommen. Der Landwirt zwischen Nostalgie, Produktqualität, Kostendruck, internationale Konkurrenzfähigkeit und einer Fülle von Gesetzen: Wie steht es zukünftig um die Wertschätzung seines Berufes, seiner Arbeit, seiner Erzeugnisse? Welche Landwirtschaft und Ernährung sind wettbewerbs- und damit überlebensfähig? Wie können heimische Bauern auf die Tierschutzdebatten reagieren? Wie schaffen sie mehr gesellschaftliche Akzeptanz? Wie sieht die Rolle der heimischen Landwirtschaft bei der Ernährung einer weiter steigenden Weltbevölkerung, bei der Energiewende und bei der Bekämpfung des Klimawandels aus? Fragen über Fragen, die am Aschermittwoch diskutiert werden sollen.

Der Landwirtschaftliche Kreisverband Gütersloh ruft alle Landwirte, Landfrauen, Landjugendlichen und Interessierten auf, mit den Referenten über die Herausforderungen und Perspektiven im grünen Berufszweig zu diskutieren. Ein Imbiss wird während der Veranstaltung gereicht.

Presse-Kontakt

Dr. Clemens Dirscherl und Johannes Röring diskutieren am Aschermittwoch zum Thema „Landwirtschaft in 2020 – geliebt, gehasst, gewertschätzt, wie geht es weiter?“

Johannes Röring

Dr. Clemens Dirscherl

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