Im Märzen der Bauer ...
Landwirte nutzen das schöne Wetter

21. März 2017

Foto: Florian Pottkamp
Die Bauern sind mit den Frühjahrsarbeiten im Gange. Ab Mitte April wird der Mais (siehe Foto) gelegt.

Gütersloh /WLV (Re): „Im Märzen der Bauer …“, heißt es derzeit im Kreis Gütersloh. Die schöne Frühjahrswitterung schickt die heimischen Landwirte auf die Felder. „Wir Bauern freuen uns über die erste Schönwetterphase, denn so können die anstehenden Frühjahrsarbeiten zügig und bodenschonend erledigt werden“, erläutert der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh Andreas Westermeyer. „Düngergaben zur Unterstützung des Pflanzenwachstums, das Legen von Leguminosen wie Ackerbohnen und Erbsen, das Aussäen des Sommergetreides und das Herrichten der Weiden sind die ersten Arbeiten im Jahr“, erläutert der Vorsitzende.

Die Pflanzen, die schon im Herbst gesät wurden, wie das Wintergetreide und der Raps, brauchen jetzt mit Vegetationsbeginn Nährstoffe und müssen gedüngt werden, ebenso das Grünland. „Denn wer wächst, benötigt Nahrung. Das ist auch bei den Pflanzen so“, erklärt Westermeyer. „Und da die Pflanzen im Frühjahr so richtig mit dem Wachstum loslegen, benötigen sie jetzt Nährstoffe.“ Bürger erkennen den Beginn der Vegetation mit dem Ergrünen der Natur. Auch Pflanzenschutzarbeiten stehen an. Das Sommergetreide wie Hafer, Sommerweizen oder Sommergerste werden gesät. Und die Äcker für die anderen Ackerfrüchte wie Kartoffeln, Zuckerrüben oder Mais werden vorbereitet. Wiesen und Weiden werden geschleppt. Mit Wiesenschleppen, die von Treckern gezogen werden, werden Erdhaufen, die Maulwürfe und Wühlmäuse aufgeworfen haben, gerade gezogen und weitere Unebenheiten beseitigt.

Die Spargelbauern haben gerade angefangen, Folientunnel über die Spargeldämme aufzubauen bzw. die Spargelfelder mit Folie abzudecken, um die Sonnenstrahlen für die Erwärmung des Bodens zu nutzen. Sie wünschen sich trockenes und warmes Wetter, um ihren Kunden möglichst früh frischen, heimischen Spargel anbieten zu können.

Letzter Winter mild und trocken

Die Landwirte sind mit den Winterweizen, -gersten und –rapsbeständen recht zufrieden. Die Frostperiode im Januar stellte kein Risiko dar, auch wenn die schützende Schneedecke fehlte. Wie war der vergangene Winter? Mit durchschnittlich 2,5 Grad war er milder als üblich (1,7 Grad). Außerdem war er ungewöhnlich trocken: Die Meteorologen maßen im Schnitt mit knapp 140 Liter Niederschlag pro Quadratmeter über 80 Liter weniger als sonst. Während der Wintermonate haben meistens Hochdruckgebiete mit trocken-kalter Luft dominiert. Erst ab Mitte Februar kam feuchtere und frühlingshaftere Luft. „So mancher Bürger wundert sich vielleicht, wenn Landwirte von trockenen Böden sprechen“, so Westermeyer. „Doch die Grundwasser-Neubildungsphase war zu gering.“ Die Feuchteverhältnisse im Boden ließen sich auch nicht so schnell ausgleichen. Um das zu erreichen, müsse es noch ein wenig mehr regnen. Wichtig sei außerdem, dass es im weiteren Verlauf des Frühjahrs nicht mehr zu verspäteten Bodenfrösten komme, da die Pflanzen mit dem Erwachen aus der Winterruhe auch ihre Frosttoleranz verlieren würden.

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