Grünes Zentrum in Gütersloh:
Neue Geschäftsstelle des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes offiziell eröffnet

11. September 2017

Gütersloh/wlv (Re) In einem feierlichen Festakt wurde am Freitag (9. September 2017) die neue Geschäftsstelle des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh und der BSB GmbH-Landwirtschaftliche Buchstelle eröffnet. Der Kreisverbandsvorsitzende Andreas Westermeyer konnte zahlreiche geladene Gäste begrüßen. Die Grußworte sprachen der Gütersloher Bürgermeister Henning Schulz sowie die stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp. Als Überraschung des Tages wurde ein Wahrzeichen und zwar ein Wappenstein mit den Städtewappen von Halle sowie Rheda-Wiedenbrück, also den Städten der vorherigen zwei Standorten des Kreisverbandes enthüllt.

„Wir sind stolz darauf, heute unseren Landwirten, Mitgliedern, Mandanten und Mitarbeitern eine so moderne Geschäftsstelle mit helleren und freundlicheren Räumen bieten zu können“, unterstreicht Wilhelm Brüggemeier, Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV ) und Aufsichtsratsvorsitzender der BSB GmbH-Landwirtschaftliche Buchstelle während der Eröffnungsrede. Er gratulierte mit WLV-Vizepräsident Henner Braach, WLV-Hauptgeschäftsführer Werner Gehring sowie Arno Ruffer, WLV-Steuerreferent und Geschäftsführer der BSB-GmbH-Landwirtschaftliche Buchstelle zu dem neuen Bürogebäude. So seien gute Voraussetzungen für ein optimales Wirken und Arbeiten für alle geschaffen. Kerngeschäft des WLV und der BSB - Landwirtschaftliche Buchstelle sei die Dienstleistung. „Engagiertes und fachlich hoch qualifiziertes Arbeiten ist aber immer dann möglich, wenn die Mitarbeiter angemessene, ansprechende Räumlichkeiten haben“, unterstreicht Henner Braach.

Im Juni 2017 – nach einer Bauzeit von nur zehn Monaten - bezogen der Landwirtschaftliche Kreisverband und die BSB- Landwirtschaftliche Buchstelle – als Tochtergesellschaft des WLV und die HRBE-mbH Steuerberatungsgesellschaft sowie der Betriebshilfsdienst/Maschinenring Gütersloh die neue Geschäftsstelle in Gütersloh. Das Gebäude wurde auf dem Grundstück des ehemaligen Hallenbadgeländes errichtet. „Die Geschäftsstelle liegt nun in der Mitte des Kreises Gütersloh“, erklärt Westermeyer. In der Kreisstadt Gütersloh möchte der Berufsverband damit ein langfristiges Zeichen für die Bedeutung der Landwirtschaft im Kreis setzen. „Wir sind froh über den Standort, und die Stadt Gütersloh kann sich mit diesem Haus auch sehen lassen“, so der Vorsitzende. Es sei ein Altstandort genutzt worden und kein Neubau auf der Wiese entstanden. Viele neue Bauprojekte würden heute oft auf landwirtschafte Flächen zugreifen. Hier sei modernes Bauen praktiziert worden, „es wurde kein Boden neu versiegelt. „Wir sind der Stadt und dem Bürgermeister sehr dankbar, dass wir nun einen „Grünen Standort“ im Herzen des Kreises Gütersloh haben. Das Projekt sei in der geplanten Zeit und im geplanten Kostenrahmen geblieben. „Wir haben hier und heute eine attraktive, funktionierende Geschäftsstelle für unsere rund 2.800 Mitglieder.

Den etwa 40 Beschäftigten des Landwirtschafverbands stehen in der neuen Zentrale rund 1.300 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. In das Gebäude mit Staffel- und Kellergeschoss ist auch der Betriebshilfsdienst untergebracht. Der Landfrauen-Kreisverband freut sich über eine Lehrküche im Obergeschoss.

Enthüllung des Wappensteins

Nach einer ökumenischen Einsegnung der Räumlichkeiten wurde die Überraschung des Tages enthüllt. Thomas Sterthoff von der Volksbank Bielefeld-Gütersloh und Andreas Westermeyer gaben das Wahrzeichen der neuen Geschäftsstelle frei, ein Wappenstein. Dieser Stein, vor dem Eingang der neuen Geschäftsstelle, zeigt die Städtewappen von Halle und Rheda-Wiedenbrück, von den vorherigen zwei Standorten des Kreisverbandes. „Mit diesem Stein wollen wir die Zusammenführung der beiden ehemaligen Geschäftsstellen des Kreisverbandes in Halle-Hörste und in Rheda-Wiedenbrück symbolisieren“, berichtet Westermeyer. Der Wappenstein mit dem Haller Wappen habe vorher an der alten Landwirtschaftsschule in Halle gehangen und sei dann vom Kreisverband um das Wappen von Rheda-Wiedenbrück ergänzt worden.“ Dieses sei allerdings nur mit Unterstützung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh möglich geworden. „Der Wappenstein, sozusagen am Einfallstor der Stadt, ist eine Augenweide und eine Zierde für unser neues Haus, für die Stadt und den Kreis“, schwärmt der Vorsitzende.

Nach dem offiziellen Festakt, konnten die neuen Räumlichkeiten im Rahmen eines Tages der offenen Tür besichtigt werden. Hier erwartete den Besucher ein breit gefächertes Programm. „Wir wollten unseren Gästen ein Schaufenster der Landwirtschaft bieten“, sagt Westermeyer. Verschiedene Aussteller der grünen Berufssparte stellten ihre Arbeit vor - mit Bildern, Exponaten und Worten, nach dem Motto: zum Hingucken und Anfassen, zum Erleben, Verstehen und Genießen.

Viele Landwirte, Landwirtinnen und Interessierte besuchten den anschließenden „Tag der offenen Tür. Sie nahmen Einblicke in die Räumlichkeiten, nutzen die Gespräche mit den Mitarbeitern und informierten sich rund um den grünen Berufszweig. So stand das Präsidium des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) für Fragen zur Verfügung. Der Betriebshilfsdienst/Maschinenring, die Landfrauen, die Waldbauern, und die WLV-Versicherungsberatung präsentierten sich. Die BSB informierten über ihre Arbeit und wofür ihre verschiedenen Kürzel wie HRBE stehen. Die Wasserkooperation war gemeinsam mit den Stadtwerken Gütersloh mit einem Probeentnahmegerät da. Darüber hinaus war die LUFA NRW, Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt, am Tag der offenen Tür mit einem Informationsstand vertreten. Hier erhielten Besucher nähere Informationen über das spezialisierte Labor für Agrar- und Umweltanalytik der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. „Gerade in der Landwirtschaft und im Gartenbau bilden die Untersuchungen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die wirtschaftliche und umweltgerechte Tier- und Pflanzenproduktion sowie für die Vermarktung landwirtschaftlicher gartenbaulicher Erzeugnisse“, erläutert der Vorsitzende. Das Leistungsspektrum der LUFA NRW umfasst die Analytik von Wasser, Boden, Futtermittel, Pflanzen, Saatgut, Lebensmittel und Wirtschaftsdünger.

Das Unternehmen LAND-DATA, das Software für die Buchführung landwirtschaftlicher Betriebe entwickelt, zeigte ihr neues digitales Buchführungsprogramm „DMS ADNOVA +“. Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft stellte das F.R.A.N.Z.-Projekt - „Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft“ - vor. Dieses Projekt setzt sich für den Erhalt sowie die Förderung heimischer Tier- und Pflanzenarten ein. Auf die kleinen Besucher wartete ein Bauernhofmobil mit vielen Aktionen wie Wettmelken, Fühlhaus oder Glücksrad. Die Landfrauen präsentierten ihre Lehrküche bei Kaffee und Kuchen. Für das leibliche Wohl wurden außerdem Getränke, Bratwurst und Pommes Frites geboten. Westermeyer: „Den Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken werden wir der Aktion Lichtblicke e.V. (www.lichtblicke.de) spenden.“ Diese regionale Aktion leiste seit Jahren praktische Nachbarschaftshilfe und lasse Familien und Kindern in Not direkte Hilfe zukommen. Ebenso unterstützten die Waldbauern die Aktion. Sie boten an diesem Tag Baumsetzlinge an, deren Erlös der Aktion Lichtblicke e.V. zu Gute kommt.


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Landwirtschaftsverband bietet breites Angebot

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) ist nicht nur eine landwirtschaftliche Interessenvertretung, sondern auch Anbieter vieler Dienstleistungen für die Bauernfamilien. Das Angebot der WLV-Mitarbeiter erstreckt sich von der Sozial-, Steuer- und Rechtsberatung bis hin zur Rechtsvertretung bei gerichtlichen Auseinandersetzungen oder die regionale Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Tätigkeitsfelder sind beispielsweise die Beratung im Bereich regenerative Energien, die Versicherungsberatung oder der Immobilienservice.

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