Landwirte haben Angst vor der Zukunft
Großkundgebung mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

01. April 2019

200 Landwirte aus dem Kreis Gütersloh sowie viele aus den vor- und nachgelagerten Bereichen des grünen Berufszweiges fahren zur Großkundgebung am 4. April nach Münster. Insgesamt gehe es darum, Gesellschaft und Politik dafür zu sensibilisieren, dass Landwirtschaft in Deutschland eine vernünftige Perspektive und Planungssicherheit brauche, so der Kreisverbandsvorsitzende Andreas Westermeyer.

Gütersloh/WLV (Re) Mit einer Großkundgebung am 4. April auf dem Domplatz in Münster wollen die heimischen Landwirte aus Westfalen-Lippe und ihre Berufskollegen aus mehreren Bundesländern ihrer Angst vor der Zukunft Ausdruck verleihen. Denn es geht um viel: Es geht um eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft – oder ihr Ende. Immer mehr kostensteigernde Auflagen durch die Politik einerseits und fehlende Verlässlichkeit und Planbarkeit andererseits verunsichern die Bauern. „Mehr als 200 Landwirte aus dem Kreis Gütersloh sowie viele aus den vor- und nachgelagerten Bereichen des grünen Berufszweiges werden dabei sein“, erklärt Andreas Westermeyer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh.

Bei der Großkundgebung werden insgesamt etwa 6000 Landwirte aus Bayern, Niedersachsen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Rheinland ab 10.30 Uhr zur Großkundgebung auf den Domplatz in Münster erwartet. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser haben ihr Kommen zugesagt. Vor Ort werden Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV) und Albert Schulte to Brinke, Präsident des Niedersächsischen Landvolks sowie die Landjugend Klartext reden und die Sorgen des Berufsstandes benennen: Die aktuellen Vorschläge der Bundesregierung zur drastischen Verschärfung des Düngerechts sind das bislang letzte Beispiel einer Reihe von immer mehr kostensteigernden Auflagen. Aber auch die gesellschaftlichen Herausforderungen an die Tierhaltung werden angesprochen.

„Wir sind an einem Punkt angekommen, wo sich Politik und Gesellschaft entscheiden müssen, ob sie auch künftig noch eine von bäuerlichen Familienbetrieben getragene flächendeckende Landwirtschaft in Deutschland wollen“, untermauert Westermeyer. „Wir brauchen dringend eine ehrliche Diskussion, unter welchen Voraussetzungen dies möglich ist.“ Weiter solle die Kundgebung ein deutliches Zeichen für die Dialogbereitschaft der Landwirte setzen. „Wir wollen vor Ort unsere Bemühungen beim Wasser- und Artenschutz zeigen“, unterstreicht der Vorsitzende. Die Qualität und damit der Schutz des Grundwassers habe für die Bauern höchste Priorität. Dieses werde auch in dem großen Engagement der Landwirte in den erfolgreich arbeitenden Wasserkooperationen deutlich. Insgesamt gehe es bei der Kundgebung darum, Gesellschaft und Politik dafür zu sensibilisieren, dass Landwirtschaft in Deutschland eine vernünftige Perspektive und Planungssicherheit brauche, wenn sie eine Zukunft haben solle.

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