Bauern in Herzebrock-Clarholz
positionieren sich klar gegen die B64n

17. Februar 2020

Herzebrock-Clarholz Über 100 Bauern folgten am Dienstag-Abend (11.02.2020) einer Einladung der landwirtschaftlichen Ortsverbände Herzebrock und Clarholz. Sie informierten sich über den aktuellen Planungsstand zum Straßenbauprojekt B64n. Vertreter des Landesbetriebes Straßen NRW aus Bielefeld sowie Vertreter des Büros Dialog-Basis informierten die Bauern über den Stand des Verfahrens, die vorgesehene Linienführung, das Begleitwegenetz sowie die geplante Bauausführung.

Derzeit werden zahlreiche Gutachten zu den veralteten Planunterlagen erstellt, berichtete Manuela Rose vom Landesbetrieb Straßen NRW. Nach gut zwei Stunden schlossen die Bauern ihre Veranstaltung und diskutierten hinter geschlossenen Türen weiter. Fazit der Diskussion: Die Straße nützt den Bauern nicht, soll aber ausschließlich auf Eigentumsflächen der Bauern realisiert werden! Die über 100 anwesenden Landwirte kamen übereinstimmend zu der Auffassung, das Projekt in der jetzt vorliegenden Planungsform nicht unterstützen zu können. Der erhebliche Flächenverbrauch, die schlechter werdenden Erschließungen der Hofstellen und landwirtschaftlichen Flächen sowie die umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen sind nur einige der Punkte, die den Landwirten große Sorgen bereiten. „Wir haben nun ein klares Votum unserer Mitglieder und werden dieses Votum selbstverständlich auch interessengerecht vertreten“, so Gregor Brameyer, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Clarholz.

„Wir müssen kämpfen, um deutlich zu machen, was die Realisierung des Projektes für uns Landwirte bedeuten würde“, unterstreicht Karl-Heinz Althöfer, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Herzebrock. „Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um uns in der Politik Gehör zu verschaffen.“ Andreas Westermeyer, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh): „Die Landwirte und Bauern im Kreis Gütersloh und auch in Herzebrock-Clarholz waren und sind immer zum Dialog bereit.“ Allerdings habe man zu Beginn der Planungen von einer kleinen Umgehungsstraße zur Entlastung des Ortskernes gesprochen. „Das Ausmaß der jetzigen Planung ist in keinster Weise mit der Landwirtschaft in Herzebrock-Clarholz vereinbar und muss daher kategorisch abgelehnt werden“, unterstreicht der Kreisverbandsvorsitzende.


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