Pfingstmontag ist Weltmilchtag:
Lage der Milchbauern weiter angespannt

01. Juni 2020

Kühe machen keine Kurzarbeit. Die Corona-Krise hat auch den Milchmarkt durcheinander gebracht. Der Milchmarkt ist nach wie vor angespannt. In dieser Krise ist deutlich geworden, die Eigenversorgung ist ein hohes Gut.

Gütersloh /WLV (Re) Am Pfingstmontag, immer am ersten Juni, findet der Weltmilchtag statt. Im Jahr 1957 hat die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erstmals den Tag der Milch ausgerufen.

Wie sieht derzeit die Lage der Milchbauern aus?

Die Corona-Krise hat auch den Milchmarkt durcheinander gebracht. Der Milchmarkt ist nach wie vor angespannt. „Wir Bauern brauchen auskömmliche Preise“, fordert Andreas Westermeyer Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh.

Die Verbrauchsgewohnheiten haben sich geändert. Vor Corona ist ein beträchtlicher Anteil an Milchprodukten außer Haus verzehrt worden. Das hat sich kurzfristig geändert. „Plötzlich wurde nur noch zu Hause gegessen und getrunken. Kleinere Portionen, andere Zubereitung“, erläutert der Vorsitzende. Nicht jede Molkerei konnte sich so schnell umstellen. „Kühe machen aber keine Kurzarbeit“, erklärt der Vorsitzende und weiter: Es könne nicht sein, dass die großen Handelsketten ständig die Preise drücken und dazu auch noch immer neue Erzeugerkriterien diktierten. Dies könnten die heimischen Höfe langfristig nicht aushalten. „Wir fragen uns ernsthaft“, so Westermeyer: „Wie können die Höfe hierzulande auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben?“

Westermeyer bekräftigt: Lebensmittel – Mittel zum Leben – hätten ihren Preis! In dieser Krise sei für alle deutlich geworden, „Versorgungssicherheit ist ein hohes Gut. Die regionale Eigenversorgung und die Stärkung der hiesigen Landwirtschaft muss wieder in den Mittelpunkt der deutschen und europäischen Agrarpolitik rücken“, fordert Westermeyer.

Es ist zu trocken

„Kopfschmerzen bereitet uns Bauern weiter der fehlende Regen und das betrifft nicht nur die Milchviehhalter, sondern alle Landwirte. Aufgrund der Dürre der letzten zwei Jahre sind die Futterreserven knapp“, erklärt der Vorsitzende. Schon der erste Grünlandschnitt sei vielfach weniger ertragreich als in normalen Jahren ausgefallen. Eine weitere Trockenperiode sei für viele Betriebe problematisch. 

Das Pfingstrezept:

Statt exotischem Cocktail prickelnder Erdbeershake

Gütersloh /WLV (Re) Es muss nicht immer ein exotischer Cocktail sein: Lecker zu Pfingsten, für drinnen und draußen, für die Familie oder für Gäste in kleiner Runde, ist ein Milchshake mit Erdbeeren - so der Landwirtschaftliche Kreisverband Gütersloh anlässlich des Internationales Tages der Milch (ITM). Dieser Weltmilchtag wird immer am ersten Juni gefeiert und findet in diesem Jahr am Pfingstmontag statt.

Das Gute liegt so nahe, regional und saisonal: Es müssen nicht immer die Zutaten von weit und überall her sein. Mit guten Nahrungsmitteln aus der Heimat, schnell und unkompliziert gemacht, ist dieser „Drink“ ein köstlicher Genuss ist.

Prickelnder Erdbeershake Ruckzuck gemacht, drei Zutaten ein leckeres Getränk: 250 g Erdbeeren 250 g Joghurt 250 ml Milch Die Erdbeeren putzen und mit dem Joghurt und der Milch pürieren und in Gläser füllen. Damit es prickelt mit einem Schuss Mineralwasser oder für Erwachsene mit Sekt auffüllen. Wer möchte, im Glas mit Sahne, Schokostreusel, Erdbeere oder frischer Minze verzieren. Es können auch andere Früchte, je nach Jahreszeit, Himbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren, Brombeeren oder Pfirsiche verwendet werden. Kuht-en Appetit! wünschen die heimischen Bäuerinnen und Bauern.

Wir für hier: Mehr über die Landwirtschaft hierzulande und über Jungbäuerinnen und –bauern aus der Region, mit Leidenschaft für ihren Beruf, erfahren Interessierte unter https://www.wlv.de/generation-zukunft/index.php. Sie berichten über sich, über ihre Höfe, über ihre Arbeit in der Landwirtschaft. Auch weitere Rezepte, einfache, schnelle – also ganz normale, alltagstaugliche - sind zu finden.

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