Radeln, Erleben und Genießen von Hof zu Hof

Tour de Flur in Rödinghausen voller Erfolg

16. Juni 2019

700 Radler auf den Wegen der Landwirtschaft

700 Radler erkundeten bei der Tour de Flur die heimische Landwirtschaft wie (1. Reihe) Marie, Ben, Fynn und Dennis Turowski. Fritz Stephan von der Gemeinde Rödinghausen, Dieter und Maik Burmann vom Ortsverband Rödinghausen, Bernd Knieker, Ortsverbandsstellvertreter, Hermann Dedert, Kreisverbandsvorsitzender (2. Reihe) und Wilhelm Möhle (auf Trecker) freuten sich über die vielen Besucher und das perfekte Radlerwetter.

Rauf aufs Rad und die Landwirtschaft per Pedal „erfahren“ hieß es am Sonntag (16.6.2019) bei der Tour de Flur in Rödinghausen bei optimalem Radlerwetter. Die 700 Teilnehmer der Rad-Bauernhoftour konnten ein buntes Programm für Jeden mit schönen Wegen und zahlreichen Informationen zum Anfassen erleben. Nach der Eröffnung wurden alle Radler in Gruppen eingeteilt. Fachkundige Tourguides führten jeweils eine Gruppe, die aus etwa 25 bis 30 Personen bestanden, von Bauernhof zu Bauernhof. Die 25 Guides erzählten Wissenswertes und Unterhaltsames zu den Höfen, zu Feld und Flur. Die Radtour führte von Gut Böckel über die Höfe Grothaus-Nölker, Döring und Stühmeyer. Köstliches und Getränke wurden auf allen Höfen geboten.

"Wir als Bauern sind daran interessiert, zu zeigen, wie wir arbeiten und wirtschaften, weil viele Leute das heutzutage nicht mehr kennen", sagt Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld. „Wir möchten unsere heutige, vielfältige und doch bodenständige Landwirtschaft zeigen und (be)greifbar machen.“ Die Besucher hätten an diesem Tag die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. „Wir möchten mit der Rad-Erlebnistour die Bedeutung und Notwendigkeit unserer Landwirtschaft sowie die Schönheit unserer Rödinghausener Umgebung bewusst und erlebbar machen“, unterstreicht Wilhelm Möhle. Der Ortsverbandsvorsitzende von Rödinghausen hatte die Rundtour maßgeblich mit Bernd Kienker und Maik Burmann gemeinsam geplant und organisiert. Möhle erklärt weiter, dass kaum ein Wirtschaftszweig eine so große Bandbreite biete wie die grüne Berufssparte. „Diese Vielfalt können Sie heute alle bei Höfetour in Rödinghausen hautnah erkunden. Sie reiche vom Ackerbau, über den Kartoffel-, Spargel- und Erdbeeranbau, der Biogaserzeugung, Direktvermarktung bis hin zu den Kühen, Pferden und der Putenhaltung. „Wir wollen sehen, wie es auf den Höfen aussieht, tiefere Einblicke erfahren und schauen, wo unsere Lebensmittel herkommen“, erklärt Reinhard Krutz aus Lippinghausen, seine Gründe, warum er bei der Radtour dabei ist. Sogar Gäste aus Berlin hatten sich zu der Tour de Flur auf dem Weg gemacht. Reinhard Schwede, der in seiner Kindheit oft auf dem Hof Stühmeyer war, war extra zur Hoftour angereist. Auch viele Kinder radelten die insgesamt 20 Kilometer lange Wegstrecke mit. „Ich möchte mehr über die Landwirtschaft kennenlernen“, so Constantin, „damit ich, wenn ich durch die Landschaft fahre, weiß, was da wächst.“

Von Hof zu Hof

Die Höfe boten ein vielgestaltiges Programm. So standen auf Gut Böckel der Ackerbau und die Funktionsweise einer Biogasanlage im Mittelpunkt der Besichtigung. Auf dem Betrieb Grothaus-Nölker drehte sich alles um die Milchviehhaltung, den Kartoffelanbau und die Direktvermarktung. Kälber konnten gestreichelt und Eis geschleckt werden. Pferdeliebhaber kamen auf dem Betrieb Döring auf ihre Kosten. Die Pensionspferdehaltung, das tägliche Leben auf dem Hof mit den Pferden konnten erkundet und ein Hufschmied in Aktion erlebt werden. Für den Gaumengenuss gab es Gegrilltes. Den Radler erwartete weiter auf dem Hof Stühmeyer Einblicke in den Anbau von Spargel und Erdbeeren sowie die Putenhaltung. Ein Kükenmobil mit Jungputen konnte besichtigt werden. Die Imker präsentieren Vieles rund um die Biene und Honigherstellung. Die Landjugend Bielefeld bot Crepes mit Erdbeeren an. Zum Abschluss der Erlebnis-Tour fanden sich die Teilnehmer wieder auf Gut Böckel ein. Im Café der Landfrauen konnten die Besucher Kaffee und selbstgebackenen Kuchen genießen, die Kinder sich beim Trampelrecker-Parcours vergnügen.

„Wir haben uns heute als ganze Familie zur der Höfetour auf dem Weg gemacht“, so Christina Niehaus aus Kirchlengern. Von links nach rechts: Lina, Oma Waltraut Niehaus, Christina Niehaus, Schwester Esther Frank und Opa Heinz Niehaus.

Sehr organisiert ging es am Start zu. Maik Burmann teilt die Radfahrer in Gruppen ein.

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