Junglandwirtin Stefanie Spiech: „Bin gerne Landmensch“

Corona zeigt: „Wir brauchen auch in Zukunft eine regionale Landwirtschaft und Ernährungssicherung“

17. April 2020

Stefanie Spiech ist froh ein Landmensch zu sein. Sie freut sich, einen „grünen Beruf“ zu haben. In diesen Krisenzeiten weiß sie umso mehr die Schönheit, die Vorzüge des Ländlichen, der Natur sowie das Arbeiten und Tun in der Landwirtschaft zu schätzen. Die Arbeiten auf dem Hof, auf dem Acker und im Stall gehen in diesen Zeiten normal weiter.

Bielefeld /WLV (Re) „Ich bin froh ein Landmensch zu sein“, sagt die Junglandwirtin Stefanie Spiech aus Bielefeld. In diesen Zeiten wisse sie umso mehr die Schönheit, die Vorzüge des Ländlichen, der Natur sowie das Arbeiten und Tun in der Landwirtschaft zu schätzen. „Wir Dorfkinder sind glücklich, wir haben die Natur, das Grün direkt vor dem Hoftor.“ Und es freue sie, einen „grünen Beruf“ zu haben. Sie arbeite gern als Landwirtin und die Arbeiten auf dem Hof, auf dem Acker, im Stall gingen in diesen Zeiten normal weiter. „Ich bin gerne ein Landei“, unterstreicht die junge Landwirtin schmunzelnd. Das Arbeiten in und mit der Natur und den Tieren erfüllten sie. Was sie fasziniere, sei die Vielfalt ihres Berufs. „Und wir wissen um unsere Verantwortung für Mensch und Tier“, betont Stefanie Spiech.

Mehr Wertschätzung

Es freue sie und „wir spüren es, wir Landwirte und Landwirtinnen erfahren in diesen Zeiten wieder mehr Wertschätzung von Bürgern, Verbrauchern, Politikern - von der Gesellschaft.“ Bei all dem Leid, das das Virus verursache, habe die Krise auch manch positiven Aspekt. Den Wert einer regionalen, heimischen Landwirtschaft sei vielen Menschen wieder bewusst geworden. Verbraucher suchten beispielsweise vermehrt Kontakt zu denen, die die Versorgung der Bevölkerung sicherstellten, so kauften sie vermehrt bei Direktvermarktern, vor Ort, in Hofläden, ein.

„Mit einem Mal stehen wieder existenzielle Fragen im Vordergrund, zum Beispiel um das tägliche Essen. Die Hamsterkäufe und leeren Regale haben es anschaulich gezeigt“, so Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld. Die elementare Bedeutung einer regionalen Land- und Ernährungswirtschaft für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln werde wieder anerkannt.

Spürbar: Folgen globaler wirtschaftlicher Rezession

In den kommenden Wochen und Monaten würden allerdings die Einschränkungen der Corona-Pandemie weiter spürbar bleiben. Die Folgen einer globalen wirtschaftlichen Rezession würden sich in allen Bereichen, auch in der Landwirtschaft niederschlagen. „Nach der Corona-Krise sind deshalb die agrarpolitischen Prioritäten zu überdenken“, erläutert Dedert. „Die regionale Ernährungssicherung und die Stärkung der heimischen Landwirtschaft müssen wieder in den Mittelpunkt in der deutschen und europäischen Agrarpolitik rücken.“

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