„Offene Hoftore Hochsauerland“ waren ein großartiger Erfolg

27. August 2018

Über 2000 Besucher interessierten sich für die Wirtschaftsweise der heimischen Betriebe

Beteilgte Bauernfamilien und ihre Helfer trafen sich im gemütlichen Rahmen zur Bilanz des Aktionstages

Hochsauerlandkreis. Mit ihrem Aktionstag „Offene Hoftore im Hochsauerland“ hatten fünf Bauernhöfe im Hochsauerlandkreis Neuland in ihrer Öffentlichkeitsarbeit betreten und damit anscheinend den richtigen Nerv bei der Bevölkerung getroffen: Sie hatten zeitgleich am Sonntag, 12. August, von 13 bis 16 Uhr in ihre Ställe eingeladen, um die Wirtschaftsweise der heimischen Bauernhöfe sichtbar zu machen und zu erklären. Auf die 2000 Besucher insgesamt hatten sie allerdings nicht zu hoffen gewagt. Josef Schreiber, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hochsauerland, sagte jetzt beim Nachtreffen der Akteure in Bad Fredeburg: „Wir sind überwältigt von dem Interesse der Bevölkerung, mit so einer großartigen Besucherzahl hatten wir nicht gerechnet. Das werden wir bestimmt wiederholen!“
Schreiber betonte noch einmal, dass zwar grundsätzlich die Türen von Ställen jederzeit Besuchern nach Anmeldung offen stünden, man mit diesem kreisweiten Aktionstag aber deutlich zum Besuch und zum Gespräch einladen wollte. Schreiber: „Die Haltung von Nutztieren ist ein sensibler Bereich in der Landwirtschaft. Ob es Stallneubauten sind, Erwartungen und Forderungen an den Tierschutz oder das Verständnis artgerechter Tierhaltung, oder aber auch die Gülleausbringung, Düngung und Pflanzenschutz: Häufig trifft die Landwirtschaft auf ein verzerrtes Bild der landwirtschaftlichen Praxis in der Öffentlichkeit. Das wollen wir Bauern im Hochsauerland ändern. Deshalb haben erstmals zeitgleich an dem Sonntag, 12. August, fünf Bauernhöfe im Kreisgebiet ihre Hoftore geöffnet, um Einblicke in die Wirtschaftsweise zu geben.“
Besonders angetan waren die Betriebe von dem großen fachlichen Interesse der Besucher. Touristen, Nachbarn und Berufskollegen ließen sich ausführlich die Wirtschaftsweise der Bauern und Bäuerinnen erklären. Dabei kam es durchaus auch zu kritischen Fragen zur Landwirtschaft: „Wie stehen Sie zu Glyphosat?“, oder „wie hoch ist der Einsatz von Antibiotika in ihrem Betrieb?“ Beim Nachtreffen waren sich die beteiligten Betriebe, die übrigens für den Tag insgesamt 80 Helfer für die Betriebsführungen mobilisiert hatten, einig, dass im persönlichen Gespräch am besten Vorurteile abgebaut werden könnten.
Beteiligt hatten sich die Bauernhöfe Biohof Droste in Schmallenberg-Almert, Schulte-Urban GbR in Eslohe-Wenholthausen, Hof "Wegener Blanke Agrar GbR" in Meschede-Calle,Hof Nölkein Bestwig-Ramsbeck und MuH-Kuh GbR, Wienand und Lütke-Glanemann in Medebach-Glindfeld. Mit durchschnittlich 200 Gästen pro Betrieb übertraf der Besuch weit die Erwartungen der Landwirte.
Markus Stratmann vom Öffentlichkeitsausschuss des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes: „Wir konnten im Vorhinein überhaupt nicht abschätzen, ob sich unsere Bevölkerung im ländlichen Raum tatsächlich für Informationen über die Landwirtschaft interessiert. Umso mehr hat uns der heutige Tag motiviert, Aktionstage dieser Art zu wiederholen.“

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