Weihnachtsbäume aus der Region gefragt

26. November 2012

Lippe/wlv (Re) „All über all auf den Tannenspitzen sehe ich goldene Lichtlein blitzen …“ - es ist wieder soweit, die Adventzeit naht. Alle Jahre wieder verbreitet der mit Lichtern geschmückte Tannenbaum weihnachtliche Feststimmung in den Städten und Vorgärten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Deutschlandweit werden jährlich 25 Millionen Christbäume verkauft - hinzu kommen etwa 130.000 Tonnen Schnittgrün für Adventsgestecke oder –kränze und auch Grabschmuck, teilt der Lippische Landwirtschaftliche Hauptverein mit. Dieter Hagedorn, Hauptvereinsvorsitzender, berichtet: „In diesem Jahr geht auch bei den Weihnachtsbäumen der Trend zu regionalen Erzeugnissen.“ Verbraucher bevorzugten zunehmend die heimische Tanne. Hagedorn: „Sie schätzen die regionale Herkunft, die kurzen Wege und die Frische der Bäume.“

Obwohl die Spätfröste Anfang des Jahres auch in den Weihnachtsbaumplantagen einen großen Schaden anrichteten, stehen laut Hauptverein genügend Bäume für den Verkauf zur Verfügung. Je nach Qualität ist für die beliebten Nordmanntannen mit zwei Meter Länge mit etwa 34 bis 45 Euro pro Baum zu rechnen. Für die Blaufichten sind ca. 20 bis 24 Euro und für Fichten 14 bis 18 Euro zu veranschlagen. „Die Nordmanntanne ist nach wie vor der populärste Baum mit einem Marktanteil von 80 Prozent“, so der Vorsitzende. Ihr gleichmäßiger Wuchs und die bekannten glänzend-tiefgrünen Nadeln mit besonders langer Festigkeit machen den Baum zum absoluten Liebling. „Mit großem Abstand ist und bleibt die Blaufichte mit ca. 15 Prozent Marktanteil die Nummer Zwei“, erklärt Hagedorn. Fichten, Edeltannen und wenige andere Bäume wie Kiefern oder Douglasien komplettieren das Christbaum-Angebot.

Weihnachtsbaum - wie alt bist du?

„Ist der Weihnachtbaum erst einmal zwei Meter hoch, sieht man ihm nicht mehr an, dass er einmal ein winzig kleines Samenkorn war“, schildert der Vorsitzende. Der Werdegang vom Sämlein bis zu einem Zwei-Meter-Baum dauert, je nach Pflanzenart, zwischen acht und 12 Jahren.“ Die Samen würden zuerst aus Zapfen älterer Bäume gewonnen. Hagedorn: „Das Samenkorn wird dann in Baumschulen zum Sämling gezogen und nach drei bis vier Jahren an Forst- und Weihnachtsbaumbetriebe als Jungpflanzen verkauft.“

Dann noch: Christbaum, Tannenbaum, Weihnachtsbaum - wie man ihn auch immer nennt; das beliebteste Symbol zur Weihnachtszeit ist der Baum. Erstaunlich daran ist, dass es ihn noch gar nicht so lange gibt. Die ersten geschmückten Tannenbäume tauchten vor rund 400 Jahren auf. Wirklich verbreitet hat sich dieser Brauch aber erst vor ungefähr 100 Jahren. „Bis dahin war er bei uns in der Region noch längst nicht in jeder Familie anzutreffen“, erläutert der Vorsitzende. Von Deutschland aus sei sein Siegeszug dann über die ganze Welt gegangen.

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