Frühling noch nicht in Sicht: Bauern stehen in den Startlöchern

21. März 2013

Lippe/WLV (Re): Mit Pünktlichkeit hat es der Frühling offenbar in diesem Jahr nicht so sehr. Noch prägen Frost und Schnee das Bild. Für die Landwirte im Kreis Lippe ist der lange Winter aber noch kein Problem, so der Lippische Landwirtschaftliche Hauptverein.

„Natürlich ist die Vegetation in diesem Jahr etwa zwei Wochen zurück und wir stehen in den Startlöchern und warten“, erklärt der Hauptvereinsvorsitzende Dieter Hagedorn. „Aber beunruhigt sind wir noch nicht.“ Die Natur hole diese Zeit wieder auf, sobald ein paar wärmere Tage kämen.“ Denn auf die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse müssten sich die Landwirte ja ohnehin jedes Jahr einstellen. „Wir arbeiten halt in der Natur unter freiem Himmel“, so der Vorsitzende. Insgesamt sei der Winter zwar lang, aber nicht so streng wie beispielsweise im letzten Jahr. Zudem seien derzeit auch noch keine Auswinterungsschäden zu erkennen.

„Der späte Wintereinbruch führte aber dazu, dass die erforderlichen Außenarbeiten wie Gülleausbringung zur Nährstoffversorgung noch nicht erfolgen konnten“ erläutert der Vorsitzende. Dies sei besonders problematisch aufgrund der gesetzlichen Regelung zur Gülleausbringung. „Düngung sollte nicht nach Gesetz, sondern nach Witterung erfolgen, dies gebiete schon der Sachverstand“, unterstreicht Hagedorn.

Schon vor etwa zwei Wochen sah es mal nach Frühjahrsbeginn aus, als die Temperaturen auf etwa 12 Grad stiegen. „Wir Bauern wurden schon etwas reger und nervöser“, berichtete der Vorsitzende. „Das hat sich mit dem neuerlichen Wintereinbruch wieder gelegt“, ergänzt er. Nun hoffen die Landwirte auf einen baldigen Frühlingseinzug, um Düngergaben zur Unterstützung des Pflanzenwachstums aufzubringen oder das Sommergetreide auszusäen.

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