Landwirtschaftsverband bittet um Tierfutter für die Hochwassergebiete

18. Juni 2013

Lippe: Das Hochwasser hat auch die dortige Landwirtschaft schwer getroffen. Besonders der Verlust der Futtervorräte für die Tiere ist für viele katastrophal. Der Lippische Landwirtschaftliche Hauptverein ruft deshalb heimische Bauern auf, Tierfutter zu spenden. Gebraucht werden vor allem Heu- und Grassilage für das Rindvieh.

Die Tiere in den Flutgebieten sind derzeit auf anderen landwirtschaftlichen Betrieben in Sicherheit gebracht. „Doch wenn das Wasser weg ist, die Lage sich normalisiert hat und die Tiere wieder auf ihren Höfen sind, brauchen sie Futter“, erläutert der Hauptvereinsvorsitzende Dieter Hagedorn. Da durch das Hochwasser die Grünlandernte ausfiel, fehlt das Winterfutter. Unsere Berufskollegen in den Krisengebieten brauchen als mittel- und langfristige Hilfe vorwiegend Heu- und Grassilage für das Rindvieh. Hagedorn: Stroh würde weniger benötigt, da hauptsächlich Grünland überflutet wurde.

Bereits am Freitag starteten 14 LKWs mit Tierfutterballen von Bad Oeynhausen in den Großraum Magdeburg. Nach einem Aufruf von Thorsten Lange, Mitarbeiter der Spedition Kerkhoff in Bad Oeynhausen und der Initiative des Jundlandwirteforums rollten über 400 Heu- und Grassilageballen nach Sachsen-Anhalt. Die Spenden kamen aus der gesamten Region. Heimische Spediteure unterstützten die Aktion und brachten das Tierfutter kostenlos ins Krisengebiet.

Landwirte, die Grassillage- und Heuballen spenden wollen, können sich bei der Geschäftsstelle des Landwirtschaftlichen Hauptvereins in Herford (Auf der Helle 16, 32052 Herford-Elverdissen, Tel: 05221-34 204-10 oder 12) melden. „Der Hauptverein koordiniert und organisiert die Sachspenden, die dann in Zusammenarbeit mit dem Landesbauernverband Sachsen-Anhalt dort verteilt werden, wo sie gebraucht werden“, unterstreicht der Vorsitzende. Auch Spediteure aus der Region haben sich bereit erklärt und werden die Hilfsaktion unterstützen. „Mit den Spenden soll schnell und unbürokratisch Hilfe für in Existenznot geratene Bauernhöfe geleistet werden“, bekräftigt Hagedorn.

Der Berufsstand unterstützt zudem den Spendenaufruf des Deutschen Bauernverbandes und bittet auch weiterhin um finanzielle Hilfe für die von den Überschwemmungen betroffenen Bauernfamilien. Das Spendenkonto lautet: Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes e.V., Stichwort: "Hochwasser-Bauernhilfe", Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG, Konto-Nr. 1700 3490 35, BLZ 380 601 86, IBAN: DE79380601861700349035, BIC: GENODED1BRS. Bitte bei den Überweisungen auch die Adresse angeben, falls eine Spendenbescheinigung gewünscht wird.

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