Herbstarbeiten in vollem Gange

25. Oktober 2013

Lippe /wlv (Re) Wer derzeit durch die Landschaft fährt, sieht überall auf den Feldern die Bauern in Aktion. „Mais, Zuckerrüben und verschiedene Gemüsearten werden derzeit noch geerntet. Die Raps- und Gerstensaat ist ausgesät und sprießt schon für die Ernte des nächsten Jahres. „Auch einen beträchtlichen Teil der Weizensaat konnten die Bauern in den letzten zwei Wochen in den Boden bringen“, fasst der Vorsitzende des Lippischen Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hauptvereins Dieter Hagedorn die aktuellen Arbeiten zusammen.

 

Das sonnige und trockene Herbstwetter bescherte den Bauern im Kreis optimale Ernte- und Bestellbedingungen. Die Kartoffeln sind fast vollständig aus dem Boden. „In diesem Jahr hat es deutlich weniger Knollen gegeben“, berichtet der Vorsitzende, „und einen geringeren Ertrag von rund 15 bis 20 Prozent. Die Silomaisernte sei zum größten Teil abgeschlossen. Allerdings hätten die Erträge enttäuscht.

 

Die Ernte der Zuckerrüben ist ebenfalls in vollem Gange. „Nach einer sehr verhaltenen Entwicklung holt die Zuckerrübe jetzt auf und nutzt die Oktobersonne“, erläutert Hagedorn. Der Ertrag werde voraussichtlich durchschnittlich, aber mit guten Zuckergehalten. „Es ist schön wenn die Natur mithelfe“, unterstreicht der Vorsitzende.

 

Parallel zur Ernte der herbstlichen Früchte sind die Bauern damit beschäftigt, die neue Saat in den Boden zu bringen. „Auf den schon abgeernteten Feldern ist die letzte Ackerfrucht, die im Herbst ausgesät wird, der Winterweizen, größtenteils im Boden“, sagt Hagedorn. Auf den Flächen, auf denen noch Mais und Rüben ständen, erfolge die Aussaat im Anschluss.

 

Abschließend der Vorsitzende: „Aufgrund der frühen Dunkelheit und eventuellen Verschmutzungen durch die Ernte- und Bestellarbeiten bitten wir alle Verkehrsteilnehmer freundlich um Rücksichtnahme im Straßenverkehr.“

 

Hintergrundinformation

 

Was unterscheidet Wintergetreide von Sommergetreide?

 

Wintergetreide (Wintergerste, Winterweizen, Winterroggen und Triticale - Kreuzung aus Roggen und Weizen) wird im Herbst gesät und überwintert dann - wie der Name schon sagt. Dagegen kommt Sommergetreide (Sommergerste, Sommerweizen und Hafer) erst im Frühjahr - nach dem Frost - in den Boden und wird noch im gleichen Jahr geerntet.

 

Was sind die Vorteile des Wintergetreides?

 

„Durch die Aussaat im Herbst ist ein höherer Ertrag zu erwarten, da die Pflanzen eine längere Wachstumszeit haben“, erklärt der Vorsitzende Dieter Hagedorn. Darüber hinaus biete der grüne Teppich - der sich in einigen Wochen bilde - im Winter einen guten Erosionsschutz.

 

 

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