Zuckerrübenaussaat im Gange

31. März 2014

Lippe/wlv (Re) Die Bauern im Kreis nutzen das schöne Wetter für die Zuckerrübenaussaat, so eine Mitteilung des Lippischen Landwirtschaftlichen Hauptvereins. Die ersten Rüben seien aufgrund der milden Witterung schon vor zwei Wochen gelegt worden. „Wir rechnen damit, dass die Rüben bis Ende dieser Woche im Boden sind“, erklärt der Hauptvereinsvorsitzende Dieter Hagedorn.“ Damit sei die Bestellung eine der frühesten, „die wir in der Region in den letzten Jahren gehabt haben.“

Die Zuckerrübe liebt nährstoffreiche, tiefgründige Böden. Auf mehr als 2.000 Hektar werden im Kreis Lippe Zuckerrüben angebaut. Für die Herstellung von einem Kilogramm Zucker, also einem Paket, werden je nach Größe und Zuckergehalt etwa 8 bis 10 Rüben benötigt. Für diese Menge Rüben ist eine Anbaufläche von circa einem Quadratmeter erforderlich. Damit festigt die Landwirtschaft als verlässlicher Rohstofferzeuger den Standort des Arbeitgebers Zuckerfabrik im ländlichen Raum: „Sie stellt aus dieser Rübenmenge rund 20 Millionen Zuckerpakete her, sozusagen Sonnenkraft von lippischen Böden regional direkt in der Tüte gespeichert“, unterstreicht Hagedorn.

Mit speziellen Einzelkornsägeräten wird jedes Rübensaatkorn in einem Abstand von 20 cm hintereinander und mit einem Abstand von 45 cm zur Nachbarreihe gelegt. „Die Samen sind in kleinen Kugeln, in Pillen, geformt, damit die Legegeräte sie besser verteilen können“, erklärt der Vorsitzende. „Dabei wird das Saatkorn etwa zwei Zentimeter tief in den Boden gebracht, so dass es optimal mit Wasser versorgt wird“, berichtet der Vorsitzende. In den nächsten Wochen wird sich aus dem Korn eine Rübenpflanze, Beta vulgaris, entwickeln.

„Die Zuckerrübe ist ein wichtiger Bestandteil in der landwirtschaftlichen Fruchtfolge“, erläutert der Vorsitzende. So verhindert der Anbau von Zuckerrüben in der Getreidefruchtfolge eine einseitige Unkraut- und Schädlingsbildung. Zudem sind die bei der Ernte der Zuckerrüben auf dem Acker verbleibenden Rübenblätter ein wichtiger Gründünger. Die klein gehäckselten Rübenblätter arbeitet der Landwirt ein. Die Nährstoffe werden von der nachfolgenden Fruchtart genutzt und tragen zum guten Wachstum bei.

„In Deutschland bildet der Anbau von Zuckerrüben seit mehr als 200 Jahren die Grundlage für die Erzeugung von Zucker und in unserer Region seit 135 Jahren“, bekräftigt Hagedorn.

 

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