Getreideernte kurz vor dem Start

03. Juli 2014

Landwirte bitten Bürger um Rücksicht

Lippe /WLV (Re): Die Getreideernte steht in den Startlöchern. Sobald das Wetter besser wird, rollen sie wieder - die Mähdrescher. Der Lippische Landwirtschaftliche Hauptverein bittet schon jetzt die Bürger um Verständnis und Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Noch haben die kühlere Witterung und der Regen den Reifeprozess in den vergangenen Tagen verzögert. Trotzdem beginnt die Ernte voraussichtlich etwa eine Woche früher als im Vorjahr. „Grund sind der milde Winter und das zeitige Frühjahr“, erklärt der Hauptvereinsvorsitzende Dieter Hagedorn. Großen Einfluss auf den Erntestart hätten nun - wie immer in der Landwirtschaft - das Wetter. Regenfreie Tage vor und während der Ernte seien ein Muss, um die Körner mit einem geringen Feuchtegrad von rund 15 Prozent einfahren zu können. „Ist das Korn ab Feld noch zu feucht, muss es nachgetrocknet werden“, so der Vorsitzende. Das verursache zusätzliche Kosten. Die Bauern hoffen daher auf eine beständige Schönwetterperiode, um das Getreide gut, schnell und zügig einbringen zu können.

Den Start macht unter den Getreidearten die Gerste. Sie ist an ihren langen Grannen gut zu erkennen und hebt sich durch ihre gold-gelbe Färbung derzeit von anderen Getreidebeständen ab. In der Erntefolge schließen sich Raps, Roggen, Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen) und Weizen an.

Die heimischen Landwirte bitten die Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht, Verständnis und Geduld. „Wir wissen, Autofahrer ärgern sich oft über die verlangsamten Verkehrsbedingungen durch Mähdrescher sowie Schlepper mit Getreide- und Strohwagen“, erläutert der Vorsitzende, „doch wir möchten das Korn, das auf den Halmen steht, sicher und ohne Unfälle einfahren.“ Auch wenn die Bauern in den Abendstunden beginnen würden, sei es oft aufgrund von Ernte- und Witterungsbedingungen leider nicht zu umgehen. „So ist es teilweise durch örtlich stärkere Regenschauer zu lagerndem Getreide gekommen“, ergänzt Hagedorn. Das Getreide sei an den Boden gedrückt, wo es schlecht abtrockne und es zu Ernteerschwernissen und zeitlichen Verzögerungen kommen könne.

Abschließend wünscht der Vorsitzende allen - Bauern und Bürgern - eine schöne, beständige Sommerzeit ohne Unwetter.

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