Was blüht denn da?
Rapsöl beliebtes Speiseöl

13. April 2016

Rapsschrot erstmals häufiger im Futtertrog verwendet als Sojaschrot

Die ersten Rapsblüten haben sich bereits geöffnet. In den kommenden Wochen setzen wieder

üppige, gelbe und intensiv duftende Felder auffällige Akzente in der Frühjahrslandschaft

Lippe /WLV (Re) Was blüht denn da? Die ersten Rapsblüten haben sich bereits geöffnet: „In den kommenden Wochen setzen wieder üppige, gelbe und intensiv duftende Felder auffällige Akzente in der Frühjahrslandschaft“, so der Vorsitzende des Lippischen Landwirtschaftlichen Hauptvereins (LLHV) Dieter Hagedorn. „Die ersten Pflanzen blühen in diesem Jahr etwas zeitiger als in anderen Jahren“, berichtet Hagedorn und weiter: Die Bestände zeigten sich in einem weitgehend gutem Entwicklungszustand.

„Raps ist eine wertvolle Ackerkultur mit einem schönen Erscheinungsbild und Honigertrag“, erläutert der Vorsitzende. Er bietet den Bienen einen reich gedeckten Tisch sowie Gutes und Gesundes für den Gaumen von Mensch und Tier. Rapsöl aus heimischer Erzeugung kommt bei den Verbrauchern an: Im vergangenen Jahr war Rapsöl das beliebteste Speiseöl in deutschen Küchen. Der Landwirtschaftliche Kreisverband zitiert eine Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), wonach mit 78,5 Millionen Liter Rapsöl dieses Pflanzenöl einen Marktanteil von 40 Prozent erreicht. In der Beliebtheitsskala auf Platz zwei folgt Sonnenblumenöl: 52 Millionen Liter kauften deutsche Verbraucher davon im vergangenen Jahr. Mit knapp 35 Millionen Liter folgt Olivenöl auf Platz drei.

Ernährungsphysiologen empfehlen Rapsöl wegen seines sehr günstigen Fettsäuremusters.
Rapsöl zeichnet sich mit einem hohen Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren aus und
trägt dazu bei, einen normalen Blutcholesterinspiegel aufrechtzuerhalten.

Neben dem Öl ist auch das bei der Pressung als Koppelprodukt anfallende Schrot begehrt. Vier Millionen Tonnen Rapsschrot haben die deutschen Landwirte im vergangenen Jahr als eiweißreiches Futtermittel verbraucht. Damit lag dessen Einsatz erstmals über dem von Sojaschrot mit 3,9 Millionen Tonnen. Mit dem Ölschrot decken die Tierhalter den Bedarf an hochwertigem Eiweiß bei Rindern, Schweinen und Geflügel. Der Verbrauch an Rapsschrot hat sich in Deutschland innerhalb von nur zehn Jahren verdoppelt.

Kasten
Raps - wertvolle Ackerkultur

Die Ölpflanze hat außerdem ackerbauliche Vorteile. Mit Raps in der Fruchtfolge verbessert sich die Bodenfruchtbarkeit. „Die Pflanze ist ein Tiefwurzler mit ausgeprägtem Wurzelsystem, das den Boden gut durchlüftet und über die Pfahlwurzeln Nährstoffe bis aus etwa einem Meter Bodentiefe noch für die Pflanze verwerten kann“, erläutert der Vorsitzende. Durch eine lange Vegetationsperiode – Aussaat Ende August und Ernte im Folgejahr Ende Juli/Anfang August – sei der Acker fast das ganze Jahr bedeckt. „Durch das Blätterkleid wird der Boden vor Verschlämmung und Winderosion geschützt“, unterstreicht Hagedorn. So wird mit dem Anbau die Auswaschung von Nitrat verringert und eine sehr gute Ausnutzung organischen Düngers erreicht.

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