Landwirte haben Angst vor der Zukunft
Großkundgebung mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

01. April 2019

70 Landwirte aus dem Kreis Lippe fahren zur Großkundgebung am 4. April nach Münster. Insgesamt gehe es darum, Gesellschaft und Politik dafür zu sensibilisieren, dass Landwirtschaft in Deutschland eine vernünftige Perspektive und Planungssicherheit brauche, so der Kreisverbandsvorsitzende Dieter Hagedorn.

Lippe /WLV (Re) Bei der Großkundgebung am 4. April in Münster wollen rund 70 Bauern aus dem Kreis Lippe mit ihren Berufskollegen aus Westfalen-Lippe sowie mehreren Bundesländern ihrer Angst vor der Zukunft Ausdruck verleihen. Denn es geht um viel: Es geht um eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft – oder ihr Ende. Immer mehr kostensteigernde Auflagen durch die Politik einerseits und fehlende Verlässlichkeit und Planbarkeit andererseits verunsichere die Bauern“, erklärt Dieter Hagedorn, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Lippe.

Bei der Großkundgebung werden insgesamt etwa 6000 Landwirte aus Bayern, Niedersachsen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Rheinland ab 10.30 Uhr zur Großkundgebung auf den Domplatz in Münster erwartet. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser haben ihr Kommen zugesagt. Vor Ort werden Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV) und Albert Schulte to Brinke, Präsident des Niedersächsischen Landvolks sowie die Landjugend Klartext reden und die Sorgen des Berufsstandes benennen.

Die Verschärfung des Düngerechts sei der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe. Immer mehr kostensteigernden Auflagen und Verordnungen, vor allem politisch gewollte, müssten in der Sache sinnvoll sein und bräuchten politische Verlässlichkeit, da es um langfristige Investitionen der Höfe gehe. Auch die gesellschaftlichen Herausforderungen an die Tierhaltung würden bei der Kundgebung angesprochen. Politik und Gesellschaft müssten verbindlich antworten, ob sie die Preise für die Mehrauflagen bezahlen werden. Der Berufsstand brauche endlich klare Aussagen, welche Form der Landwirtschaft in Deutschland gewünscht sei, wie sie finanziert werden und wie sie global wettbewerbsfähig bleiben könne. „Wir sind zum Dialog bereit“, so der Kreisverbandsvorsitzende Dieter Hagedorn. Weiter solle die Kundgebung ein deutliches Zeichen für die Dialogbereitschaft der Landwirte setzen. „Wir wollen vor Ort unsere Bemühungen beim Wasser- und Artenschutz zeigen“, unterstreicht der Vorsitzende. Die Qualität und damit der Schutz des Grundwassers habe für die Bauern höchste Priorität. Dieses werde auch in dem großen Engagement der Landwirte in den erfolgreich arbeitenden Wasserkooperationen deutlich. Insgesamt gehe es bei der Kundgebung darum, Gesellschaft und Politik dafür zu sensibilisieren, dass Landwirtschaft in Deutschland eine vernünftige Perspektive und Planungssicherheit brauche, wenn sie eine Zukunft haben solle.

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