Landwirtschaftsverband bittet um Tierfutter für die Hochwassergebiete

19. Juni 2013

Minden-Lübbecke: Das Hochwasser hat die Landwirtschaft schwer getroffen, nicht nur im Osten und Norden Deutschlands, auch Höfe im Mühlenkreis. An der Weser gelegene Betriebe hatten mit dem Wasser zu kämpfen und haben beträchtliche Schäden erlitten. Doch vor allem im Osten Deutschlands mussten Höfe und Stallungen evakuiert werden. „Für viele Bauernfamilien ist das Hochwasser existenzbedrohend“, erklärt der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Rainer Meyer. Gebäude und Maschinen sind zerstört. Besonders der Verlust der Futtervorräte für die Tiere ist für viele katastrophal.

„Schon in den vergangenen Tagen gingen bei uns zahlreiche Anrufe hilfsbereiter Bauern ein, die Tierfutterballen für die vom Hochwasser betroffenen Landwirte spenden wollen“, erklärt Meyer. Der Landwirtschaftliche Kreisverband Minden-Lübbecke möchte die Hilfsaktion unterstützen und ruft heimische Bauern auf, Tierfutter zu spenden. Gebraucht werden vor allem Heu- und Grassilage für das Rindvieh.

Die Tiere in den Flutgebieten sind derzeit auf anderen landwirtschaftlichen Betrieben in Sicherheit gebracht. „Doch wenn das Wasser weg ist, die Lage sich normalisiert hat und die Tiere wieder auf ihren Höfen sind, brauchen sie Futter“, erläutert Meyer. Da durch das Hochwasser die Grünlandernte ausfiel, fehlt das Winterfutter. Unsere Berufskollegen in den Krisengebieten brauchen als mittel- und langfristige Hilfe vorwiegend Heu- und Grassilage für das Rindvieh. Meyer: Stroh werde weniger benötigt, da hauptsächlich Grünland überflutet wurde.

Bereits am Freitag starteten 14 LKWs mit Tierfutterballen von Bad Oeynhausen in den Großraum Magdeburg. Nach einem Aufruf von Thorsten Lange, Mitarbeiter der Spedition Kerkhoff in Bad Oeynhausen und der Initiative des Jundlandwirteforums Minden-Lübbecke/ Herford rollten über 400 Heu- und Grassilageballen nach Sachsen-Anhalt. Die Spenden kamen aus der gesamten Region. Heimische Spediteure unterstützten die Aktion und brachten das Tierfutter kostenlos ins Krisengebiet.

Landwirte, die Grassillage- und Heuballen spenden wollen, können sich bei den Geschäftsstellen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes melden: Geschäftsstelle Lübbecke, Andreasstr. 7, 32312 Lübbecke, Tel. 05741/342721, Fax: 05741/342724,
Geschäftsstelle Minden, Hahler Str. 21, 32427 Minden, Tel. 0571/82802-90, Fax: 0571/82802-99. „Der Kreisverband koordiniert und organisiert die Sachspenden, die dann in Zusammenarbeit mit dem Landesbauernverband Sachsen-Anhalt dort verteilt werden, wo sie gebraucht werden“, unterstreicht der stellvertretende Vorsitzende. Auch Spediteure aus der Region haben sich bereit erklärt und werden die Hilfsaktion unterstützen. „Mit den Spenden soll schnell und unbürokratisch Hilfe für in Existenznot geratene Bauernhöfe geleistet werden“, bekräftigt Meyer.

Der Berufsstand unterstützt zudem den Spendenaufruf des Deutschen Bauernverbandes und bittet auch weiterhin um finanzielle Hilfe für die von den Überschwemmungen betroffenen Bauernfamilien. Das Spendenkonto lautet: Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes e.V., Stichwort: "Hochwasser-Bauernhilfe", Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG, Konto-Nr. 1700 3490 35, BLZ 380 601 86, IBAN: DE79380601861700349035, BIC: GENODED1BRS. Bitte bei den Überweisungen auch die Adresse angeben, falls eine Spendenbescheinigung gewünscht wird.

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