Wahlen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Minden-Lübbecke:

Neuer Kreisverbandsvorsitzender Rainer Meyer

05. April 2018

Stellvertreter: Wieder gewählt Stefan Schmidt und neu gewählt Joachim Schmedt

Dem geschäftsführenden Vorstand gehören an (von links nach rechts) Volker Schmale, Cord Peitsmeyer, Joachim Schmedt, Stefan Schmidt, Klaus-Günther Huebert, Rainer Meyer, Reinhard Holle, Holger Topp und Dirk Niederstucke (fehlt Wilhelm Wiebke jr.)

Minden-Lübbecke /WLV (Re): Rainer Meyer (56) ist neuer Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Minden-Lübbecke. Im Rahmen der Kreisverbandsausschuss-Sitzung am Donnerstag (22. März) in Espelkamp-Frotheim schenkten ihm seine Berufskollegen das Vertrauen. Hermann Seeker (56) aus Rahden-Preußisch Ströhen, der bisherige Vorsitzende, trat aus gesundheitlichen und arbeitswirtschaftlichen Gründen nicht mehr zur Wahl an. Als zweiter Stellvertreter wieder gewählt wurde Stefan Schmidt (25) aus Bad Oeynhausen-Eidinghausen und neu gewählt wurde als erster Stellvertreter Joachim Schmedt (57) aus Stemwede-Dielingen.

Der neue Vorsitzende Rainer Meyer, langjähriger stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender und Kreislandwirt, bedankte sich für die Wahl. Der Landwirt aus Bad Oeynhausen-Dehme ist seit mehr als 20 Jahren in der Verbandspolitik aktiv. Er bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb mit Schweinemast und ist Mitbetreiber einer Biogasanlage. Er freue sich auf die Arbeit, denn es lohne sich, im Ehrenamt für die Bauernfamilien einzusetzen. Er dankte Hermann Seeker für seinen bisherigen Einsatz in der berufsständischen Interessenvertretung. Hermann Seeker sei mehr als 25 Jahre in der berufsständischen Vertretung aktiv gewesen, beispielsweise als Vorsitzender des Öffentlichkeitsausschusses, als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Preußisch Ströhen, als Vorsitzender des Stadtverbandes Rahden und seit 2014 als Kreisverbandsvorsitzender. Es habe immer Freude gemacht, mit ihm zusammen zu arbeiten, so Rainer Meyer. „Wir wünschen dir für die Zukunft alles erdenklich Gute. Wir, der Landwirtschaftliche Kreisverband, danken dir für dein unermüdliches und großes Engagement.“ Hermann Seeker erklärte, dass ihm der Vorsitz in den vergangenen Jahren, neben der Bewirtschaftung des eigenen landwirtschaftlichen Betriebes, zu viel geworden sei. Dazu komme, dass er gesundheitlich etwas kürzer treten müsse. „Ich habe mich entschieden, mehr für mich selbst zu tun“, betonte Seeker, der seit vielen Jahren für die CDU im Kreistag in Minden aktiv ist und auch im Rat der Stadt Rahden sowie als Ortsvorsteher in Preußisch Ströhen politisch aktiv war.

Der neu gewählte erste Stellvertreter Joachim Schmedt ist kein Unbekannter. Er bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb mit Schweinemast und Fresseraufzucht sowie Mutterkuhhaltung auf Naturschutzflächen in Stemwede-Dielingen. Er ist seit sechs Jahren Gemeindeverbandsvorsitzender von Stemwede und „ein enorm engagierter ‚Aktivposten‘ vor Ort“, so Rainer Meyer. Zudem ist er im Kreisverbandsausschuss seit 15 Jahren vertreten. „Ich werde mich mit aller Kraft für unseren Berufsstand einsetzen“, so Joachim Schmedt. Er machte deutlich, dass die Verbandsarbeit für die Sicherung der landwirtschaftlichen Betriebe unverzichtbar sei. Der Erhalt der bäuerlichen Betriebe sei von großer Bedeutung sowohl für den Kreis Minden-Lübbecke als auch für die gesamte Gesellschaft.

Alle drei Jahre wählen die Landwirte ihre ehrenamtlichen Vertreter im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV). Nach den durchgeführten Ortsverbandswahlen erfolgte nun die Wahl auf Kreisebene. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören neben den drei Vorsitzenden und den Kreisgeschäftsführern Klaus-Günther Huebert (Minden) und Holger Topp (Lübbecke) weiterhin Dirk Niederstucke aus Hille-Rothenuffeln, Cord Peitsmeyer aus Espelkamp-Gestringen sowie Wilhelm Wiebke jr. aus Petershagen-Bierde an. Neu in den geschäftsführenden Vorstand gewählt ist Volker Schmale. Reinhard Holle gehört dem geschäftsführenden Vorstand als kooptiertes Mitglied weiterhin als Vorsitzender des Nebenerwerbs-Ausschusses des WLV an. Neue Gesichter im Gesamtvorstand sind Christian von Behren aus Hille-Hartum, Andre Leppek aus Hille, Dirk Langelahn aus Levern und Dieter Wehebrink aus Rahden-Wehe. Joachim Schmedt vertritt den Kreisverband auch als weiterer Delegierter im Bezirksverband. Der insgesamt 34-köpfige Vorstand vertritt die berufsständischen Interessen seiner rund 4.000 Mitgliedsbetriebe auf Kreisebene.

Außerdem dankte der Landwirtschaftliche Kreisverband den ausgeschiedenen Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Orts- und Stadtverbände, den ausgeschiedenen Vorstandmitgliedern sowie den ausgeschiedenen Delegierten zum Kreisverbandsausschuss für ihr Engagement und ihre berufsständische Arbeit: Friedhelm Lange aus Hille, Friedhelm Wiese aus Hille-Holzhausen II, Hans-Ludwig Kollmeyer aus Hille-Unterlübbe, Friedrich Weber aus Minden-Hahlen, Birgit Grote aus Porta Westfalica-Kleinenbremen, Heinrich Grannemann aus Hille, André Kölling aus Bad Oeynhausen-Lohe, Wilfried Helmich aus Alt-Espelkamp, Heinz Grundmann aus Rahden-Wehe, Wilhelm Stickan aus Stemwede-Twiehausen, Willi Gülker aus Stemwede-Drohne, Jürgen Kokemoor aus Stemwede-Wehdem, Sebastian Matschke aus Stemwede-Destel und Hermann Holzmeier aus Hüllhorst-Büttendorf. Rainer Meyer kündigte an, dass der Landwirtschaftliche Kreisverband, einer guten Tradition folgend, die ausgeschiedenen Funktionsträger in einer gesonderten Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt verabschieden und ehren werde.

Der neue Vorsitzende Rainer Meyer erläuterte: „Auch in Zukunft werden wir konsequent die berechtigten Interessen der Bauern vertreten.“ Große Aufgaben in Zukunft seien eine komplexer werdende Marktsituation, der Strukturwandel und die wachsenden Forderungen der Gesellschaft an eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft. „Wir müssen unser Tun und unsere Leistungen immer wieder erklären“, so Rainer Meyer. „Die Menschen müssen verstehen, was wir Bauern tun.“ Er verdeutlichte in Bezug auf die Tierschutzdebatten, dass „wir uns Veränderungen nicht verschließen dürfen. Die Bauern müssen aktiv mitdiskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen“, nur so könne der Weg sein. Positiv beurteilt er das nach wie vor sehr große Interesse der Schweinehalter an der Initiative Tierwohl des Berufsstandes und des Lebensmitteleinzelhandels (LEH).

Große Sorge bereitet dem Berufsstand die von Osten heranrückende Afrikanische Schweinepest. Da die Gefährdung für die Tierbestände in besonderer Weise von der hohen Wildschweinpopulation ausgehe, appelliert Rainer Meyer an die Verantwortung von Landwirten und Jägern. Kritisch und mit Sorge sehen die Bauern derzeit die Stalleinbrüche diverser Tierrechtsorganisationen. „Einbrüche sind Straftaten und keine Heldentaten“, bekräftigte der Vorsitzende: „Wer sich ohne Erlaubnis Zutritt zu unseren Ställen verschafft, handelt kriminell und nimmt bewusst die Gefährdung der Tierbestände in Kauf.“

Ein großes Thema für die Rinderhalter seien derzeit die Kontrollen der Silageanlagen auf den Höfen. „Hier stehen wir an der Seite der Rinderhalter“, so Meyer. Seit mehr als einem Jahr sind wir in Gesprächen mit den Behörden und der Landwirtschaftskammer. „Wir haben Konzepte besprochen und entwickelt, die für alle Beteiligten praktikabel sind.

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …