Bauernolympiade vermittelt Kindern einen Eindruck von Landwirtschaft

06. Juli 2013

Münster: Kann eine Kuh immer Milch geben? Was fressen Schweine? Und wie erntet der Bauer seine Saaten? Auf der Bauernolympiade des diesjährigen Sommerfestes der integrativen Kindertagesstätte Heinrich-Piepmeyer-Haus konnten die Kinder, ihre Eltern und deren Angehörige all das erfahren. Hier konnten die Kinder sich im Melken üben und bei Wettbewerben mit Gummistiefelweitwurf, Trecker-Wettrennen und Kartoffelschätzen ihr Können unter Beweis stellen. Im Fühlhaus konnten Kinder und Eltern ertasten, wie sich Getreide anfühlt. Auf diese Weise wurde spielerisch Wissen zur Landwirtschaft vermittelt.

Die Idee zur Bauernolympiade hatte Janina Mindrup, deren Sohn selbst die Kindertagesstätte besucht. „Wir halten auf unserem Bauernhof in Wolbeck 125 Milchkühe mit der Nachzucht von 120 Jungrindern. Es ist mir ein besonderes Anliegen vor allem den Kindern zu vermitteln, wie modern unsere Landwirtschaft ist“, sagt die 30-jährige Mutter und Landwirtin. Die Kinder zeigten sich begeistert von der Bauernolympiade und dem abwechslungsreichen Programm. In der integrativen KiTa im Heinrich-Piepmeyer-Haus werden rund 60 Kinder betreut, darunter 23 Kinder mit Behinderung. Seit mehr als 20 Jahren wird hier bereits integrativ gearbeitet: „Wir sind auf dem Weg der Inklusion“, so Sybille Zacharias, Leiterin der KiTa.

Kinder und Jugendliche haben heute kaum noch Gelegenheit, in ihrem sozialen Umfeld die Natur mit Tieren und Pflanzen, sowie die Erzeugung von Lebensmitteln zu erleben und die Landwirtschaft mit all ihren Facetten kennen zu lernen. Das Projekt Lernort Bauernhof im Kreisverband Münster setzt hier an: Jährlich empfangen 41 Münsteraner Landwirte rund 50 Schulklassen mit über 1.000 Schülern auf ihren Höfen. Forschend, spielend und arbeitend tauchen sie in die bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt, in Natur und Technik, ein.

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