Tierwohl und Tierschutz haben oberste Prämisse für Landwirte in der täglichen Arbeit

09. August 2013

Hohe Standards in der Tierhaltung sichern Qualität

Münster <WLV> Die Haltung von Nutztieren ist ein sensibler Bereich in der Landwirtschaft. In der täglichen Arbeit steht dabei das Tier an erster Stelle. Umso überraschender ist es oft für die Betroffenen, wenn sich Protest gegen die Ställe formiert. Ob es Stallneubauten sind, Erwartungen und Forderungen an den Tierschutz oder das Verständnis artgerechter Tierhaltung: Häufig trifft die Landwirtschaft auf ein verzerrtes Bild der landwirtschaftlichen Praxis in der Öffentlichkeit. „Ich zeige interessierten Verbrauchern gerne, wie die Tiere hier im Stall gehalten, gepflegt und gefüttert werden. Wenn es den Tieren gut geht, kann ich für qualitativ hochwertige Produkte garantieren, die sich an die Nachfrage durch die Verbraucher richten“, sagt Karl-Heinz Ontrup, der auf seinem Betrieb Sauen- und Ferkel hält und Schweinemast betreibt.

„Die weitere Optimierung des Tierschutzes hat für uns Landwirte oberste Prämisse. Wir möchten interessierte Verbraucher zum Dialog einladen und erfahren, welche Wünsche sie an die Landwirtschaft haben, welche Vorstellungen damit verbunden sind“, macht Susanne Schulze Bockeloh ihr Anliegen deutlich. Die Studie „Gesunde Tiere – Gesunde Lebensmittel“ hat rund drei Jahre auf teilnehmenden landwirtschaftlichen Betrieben zu Haltungsformen, Tiergesundheit und Fütterung geforscht. Das Projekt wurde in Kooperation mit Landwirten, Tierärzten, Futtermittelherstellern, Schlachtunternehmen und staatlichen Behörden sowie mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums NRW umgesetzt.

Zu den hohen Standards in der Tierhaltung“, macht Dr. Roland Otto, Amtstierarzt der Stadt Münster, deutlich: „Als Produzenten tierischer Lebensmittel stehen die Landwirte in der Ver-antwortung, sichere Lebensmittel abzugeben. Tierwohl und Tierschutz sind zwei wesentliche Aspekte, die den Landwirt im Berufsalltag stets begleiten. Häufig sind es die Hobbyhalter, die mit Problemen im Tierschutz auffallen.“

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