Spektakuläre Strohpuppen begrüßten Radsportler beim Sparkassen Münsterland Giro

10. Oktober 2013

Sportamt prämiert die besten Figuren und lobt Engagement der Sprakeler Landwirte

Münster <WLV> Einen gebührenden Empfang bereiteten  überdimensional große Strohpuppen den Radsportlern beim diesjährigen Sparkassen Münsterland Giro. Die Konstrukteure der spektakulären Strohpuppen waren damit einem Aufruf des Sportamtes Münster gefolgt, der nun im Nachgang zum großen Radrennen die schönsten Figuren prämierte. Neben den Radsportlern staunten viele tausend Besucher am Streckenrand während des Radsport-Feiertags im Münsterland nicht schlecht, als sie die aufwendigen Strohpuppen erblickten.

„Das Münsterland ist eine besonders durch die Landwirtschaft geprägte Region – auf bäuerlichen Familienbetrieben werden gesunde, qualitativ hochwertige Lebensmittel hergestellt. Wir mussten deshalb nicht lange überlegen und haben den Strohpuppenwettbewerb als eine tolle Möglichkeit gesehen, um von Seiten des Berufsstandes die heimische Landwirtschaft und die damit einhergehende Kulturlandschaft zu bewerben“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. „Durch den engen Kontakt zum Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband ist aus unserer Idee zur Errichtung von Strohpuppen in diesem Jahr erstmals ein zünftiger Wettbewerb geworden“, zeigt sich Rainer Bergmann vom Sportamt Münster begeistert.

Auf der Münsterstraße kurz vor Wolbeck errichtete die Gruppe „Junge landwirtschaftlich Interessierte vor Ort“ aus Handorf und Wolbeck einen überdimensionalen Hahn auf drei großen Holzstehlen, der mit großen Augen Richtung Fahrbahn blickt. Zur Errichtung wurden neben sechs Großballen weitere 36 kleine Strohbunde verwendet – damit hat der Hahn ein stolzes Gewicht von rund zwei Tonnen und forderte die Bauherren einen ganzen Tag lang zum Aufbau. Jetzt wurde der Hahn im Rahmen des Wettbewerbs als Sieger gekürt. Weniger Gewicht, aber ebenso viel Aufwand nahm die Leeze in Anspruch, die der Darfelder Heimatverein in Originalgröße aus Stroh nachbildete. Mehrere tausend Strohhalme werden mit Draht zusammen gehalten und schmücken das Rad, welches beim Giro vor dem Schloss viele Besucher an den Stand des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes zog. Damit belegt der Darfelder Heimatverein den zweiten Platz beim Wettbewerb der Strohpuppen.

„Besonders gefreut haben wir uns auch über das große Engagement der Sprakeler Landwirte, die an der Einfahrt nach Münster mit einer 30 Maschinen starken Treckerkolonne und zahlreichen Plakaten von Münsteraner Landwirten am Wegesrand kurz vor der Zieleinfahrt das Augenmerk auf sich lenkten. Mitten in der Maisernte haben die Bauern nicht nur einen Tag auf den Feldern für unsere Radsportler pausiert, sondern darüber hinaus eine tolle Zieleinfahrt geschaffen“, lobt Rainer Bergmann das Engagement der Sprakeler Landwirte um Karl-Heinz Ontrup und Georg Schulze Dieckhoff. Die Landwirte hatten für die Berichterstattung vom Radrennen aus dem Hubschrauber den Schriftzug „Giro“ in den blühenden Senf geschnitten und außerdem weitere umliegende Felder mit Senf und Phacelia in leuchtende Farben gehüllt.

Die Gewinner des Strohpuppenwettbewerbes verständigten sich gemeinsam mit den Sprakeler Landwirten darauf, die Preise des Sportamtes gemeinsam für eine große Grillparty mit den Veranstaltern zu verwenden. In Kürze soll das Fest nun mit allen Beteiligten auf einem Bauernhof in Münster stattfinden.

 

Stimmen aus der Jury zum Strohpuppensieger:

 „Besonders beeindruckt hat mich die außergewöhnliche Konstruktion. Nicht, wie so oft mit einem breiten Fundament was sich mit zunehmender Höhe immer weiter verjüngt. Nein, zwei Holzbeine und ein Stützbein reichen aus, um den Hahn zum stehen zu bringen. Trotz der klobigen und kantigen Strohballen hat die Gruppe es geschafft, die Konturen eines Hahns nachzubauen. Genau wie der Hahn auf dem Kirchdach, haben auch die Konstrukteure kein Wind und Wetter gescheut und den Wolbecker Hahn für jeden sichtbar am Straßenrand platziert.“

                                                                         Maren Kuiter, Münsterland e.V.

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Eindrücke vom Giro

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