Biodiversität hat für die Landwirtschaft besondere Bedeutung

27. Februar 2015

Kreisverband lädt zum Runden Tisch zur Förderung der Artenvielfalt

Münster <WLV> Für die heimischen Landwirte liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Schutz  der Artenvielfalt. Durch verschiedene Maßnahmen wie etwa das Anlegen von Lerchenfenstern oder Blühstreifen unterstützen sie den Artenschutz. "Wir Landwirte machen uns stark für die Vielfalt der Arten vor Ort und freuen uns, wenn wir auf unseren Feldern und Höfen den Tieren ein zu Hause bieten“, macht Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, das Anliegen der Landwirte deutlich. Schöne Umgebungen und regionales Flair sind Nebenprodukte der landwirtschaftlichen Nahrungsproduktion. Viele Landwirte und Landwirtinnen engagieren sich aber auch aktiv für die Münsteraner Kulturlandschaft.

„Viele Landwirte setzen sich seit Jahren aktiv für den Erhalt und die Pflege von Landschaftselementen vor Ort ein. Wir Landwirte haben die Natur, die uns heute umgibt, geprägt und zu der Kulturlandschaft gemacht, die wir heute erleben und schätzen. Gerade deshalb ist es uns so wichtig, diese Tradition durch verschiedene Maßnahmen weiter zu pflegen“, sagt Susanne Schulze Bockeloh. Vor diesem Hintergrund hat der Landwirtschaftliche Kreisverband jetzt im Rahmen eines Runden Tisches alle für den Arten- und Habitatschutz relevanten Akteure eingeladen. Vorweggegangen war eine gemeinsame Rahmenvereinbarung zur Förderung der Biodiversität vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), dem Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV), der Landwirtschaftskammer NRW und dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV).

Hierin wurde unter anderem die Einrichtung lokaler runder Tische vereinbart. Zum Treffen am vergangenen Donnerstag, an dem Vertreter der Landwirtschaft, der Jäger und Imker, des Amtes für Grünflächen und Naturschutz der Stadt Münster, der NABU-Naturschutzstation, der Landwirtschaftskammer und der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft teilnahmen, verständigte man sich auf verschiedene Maßnahmenvorschläge, die alsbald umgesetzt werden sollen. Hierbei handelt es sich zunächst um ausgiebigere Informationen, die zeitgleich von allen Teilnehmern in ihre jeweiligen Organisationen getragen werden. Zeitnah soll dann die gemeinsame Umsetzung verschiedener Projekte in enger Zusammenarbeit erfolgen.

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