Raps lässt Felder in kräftigem Sonnengelb strahlen

13. Mai 2015

Pflanze spendet Bienen reichlich Nektar und tut dem Boden gut

Münster <WLV>  Ölfelder mitten in Münster: Im Mai bestimmt das Gelb der Rapsblüten das Aussehen vieler Felder in Münster. Im vergangenen August ausgesät, steht er nun in voller Blüte. In kräftigem Sonnengelb erfreut die Rapsblüte Spaziergänger und Radfahrer, je nach Witterung blüht der Raps zwischen zwei und vier Wochen in sattem Gelblang.  Etwa fünf bis zehn Prozent der Blüten werden von Bienen bestäubt, denen der Raps reichlich Nektar spendet. Nach der Abreife wachsen aus den Blüten bis zum Juli Schoten mit kleinen, zwei Millimeter dicken Körnern heran, die einen sehr hohen Ölgehalt haben und im Juli geerntet werden. Der Großteil des Raps geht in die Ernährungsindustrie und dient zum Beispiel als Grundstoff für Margarine. Ein Teil der Ernte wird zu biologisch abbaubaren Schmierstoffen, Sägeketten- und Hydraulikölen, aber auch zu Biodiesel, verarbeitet und zählt zu den erneuerbaren Energieträgern.

Heute ist Raps die mit Abstand bedeutendste Ölpflanze in Deutschland. Dank der züchterischen Erfolge konnte die Rapsqualität grundlegend verbessert werden. „Durch den Rapsanbau in Münster wird einmal mehr regionale Lebensmittelgewinnung sichergestellt. Das Rapsöl trägt zu einer gesunden Ernährung bei, es wird zum Braten, Kochen, für Salate und bei der Margarineherstellung verwendet“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. „Zuvor ist der Raps Garant für blühende Kulturlandschaften, die heimische Landwirte gestalten. In der Blütezeit bietet er Nahrung für Insekten und trägt auf diese Weise maßgeblich zum Artenschutz bei.“

Milde Lehmböden eignen sich besonders gut für den Rapsanbau, denn die Pflanze wurzelt tief und lockert dabei den Boden auf. Nachfolgende Kulturpflanzen können dann leichter wachsen. Mit seinen tiefen Wurzeln erschließt der Raps auch Nährstoffe und hinterlässt sie den nachfolgenden Früchten. Nach dem Raps werden deshalb häufig Weizen und Gerste angebaut, denn Raps als Vorfrucht bewirkt einen höheren Kornertrag bei Getreide.

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