Wildretter im Einsatz zum Schutz von Rehkitzen, Hasen und Fasanen

08. Juni 2015

Landwirte und Jäger machen sich für den Schutz von Wildtieren stark

Münster <WLV> Wenn in diesen Tagen Traktoren und Mähmaschinen einen unbekannten Pfeifton von sich geben, dann hat dies einen guten Grund: Zunehmend setzen Landwirte bei ihren Feldarbeiten akustische Wildretter ein. Ein hochfrequenter Signalton - angebracht an den landwirtschaftlichen Maschinen oder aufgestellt an Feldflächen - warnt Wildtiere wie Rehkitze, Fasane und Hasen durch einen schrillen Pfeifton vor den anstehenden Mäharbeiten, sodass diese ausreichend Zeit haben, die Feldfläche zu verlassen. In enger Zusammenarbeit werden Jäger vorab schon über die Erntepläne der Landwirte informiert und suchen vor Beginn der Feldarbeiten die Flächen nach jungen Rehkitzen und noch nicht geschlüpften Gelegen ab, um diese entsprechend zu schützen.

„Wir setzen hier auf eine bewährte Zusammenarbeit von Landwirten, Lohnunternehmern und Jägern, um die Tiere in ihrem natürlichen Raum zu schützen und entsprechend Rücksicht zu nehmen. Vor und während der Feldarbeiten arbeiten wir eng zusammen. Außerdem werden Feldflächen von innen nach außen gemäht, um den Tieren ausreichend Fluchtmöglichkeiten zu bieten“, lobt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, die gute Zusammenarbeit zum Schutze der Tiere. „Die Jäger freuen sich über den Schulterschluss für den Artenschutz, jedes gerettete Tier zählt bei diesen Maßnahmen“, sagt Irmgard Hilgensloh von der Kreisjägerschaft Münster.

Für die heimischen Landwirte liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Schutz  der Artenvielfalt. Durch verschiedene Maßnahmen wie etwa das Anlegen von Lerchenfenstern oder Blühstreifen unterstützen sie den Artenschutz. "Wir Landwirte machen uns stark für die Vielfalt der Arten vor Ort und freuen uns, wenn wir auf unseren Feldern und Höfen den Tieren ein zu Hause bieten“, macht Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, das Anliegen der Landwirte deutlich. Bereits im Februar hatte sich der Landwirtschaftliche Kreisverband im Rahmen eines „Runden Tisches Biodiversität“ mit allen für den Arten- und Habitatschutz relevanten Akteure auf unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt verständigt.

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