Wildpflanzenmischung bietet Insekten über fünf Jahre ein zu Hause

26. Juni 2015

Runder Tisch zum Artenschutz in Oelde

Münster <WLV> Für die heimischen Landwirte liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Schutz  der Artenvielfalt. "Wir Landwirte machen uns stark für die Vielfalt der Arten vor Ort und freuen uns, wenn wir auf unseren Feldern und Höfen den Tieren ein zu Hause bieten“, macht Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, das Anliegen der Landwirte deutlich.

Im Rahmen eines weiteren Runden Tisches für den Artenschutz kamen heute erneut Landwirte aus Münster, Vertreter der Unteren Landschaftsbehörde, der Landwirtschaftskammer und des Projektes „Lebensraum Feldflur“ mit Imkern, Jägern sowie Mitarbeitern der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und des NABU zusammen. Koordiniert hatte das Treffen Markus Degener, um auf einer Feldfläche in Oelde ein Projekt der besonderen Art zu zeigen: Dort werden auf einer Fläche von etwa zwei Hektar Wildpflanzen angebaut, die vor allem Insekten wie Wildbienen, Schmetterlingen und Spinnen, aber auch Libellen und verschiedenen Vogelarten ein zu Hause bieten. Die Besonderheit der Wildpflanzenmischung besteht darin, dass sie nach der Aussaat fünf Jahre lang auf der Fläche wächst und nach dem Schnitt in Biogas-Anlagen weitergenutzt werden kann anstelle von Mais. Die Wildpflanzenmischung besteht unter anderem aus Steinklee, schwarze Flockenblume, Rainfarn, Eibisch und Alant.

Daten werden geladen …