Münsteraner Landwirte betreiben mit bunten Blühstreifen Naturschutz auf Feldern

19. Juli 2016

Projekt „Münster blüht was“ in Kooperation mit der Sparkasse Münsterland Ost

Münster <WLV>  Auf über 130.000 m² kleinteiliger Ackerfläche erstrahlen in diesen Tagen im gesamten Stadtgebiet bunte Blühstreifen. Bereits im Frühjahr hatte ein Dutzend Münsteraner Landwirte dazu eine reichhaltige Blumenmischung auf ihren Feldern ausgesät. Die nun in der Blüte stehenden Streifen dienen dabei einerseits als Nahrungsquellen für Insekten wie Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge, die auch für die Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps eine wichtige Rolle spielen. Die Blühmischung bietet darüber hinaus einen Lebensraum für Rebhuhn, Kiebitz, Fasan oder Feldhase. Die Münsteraner Landwirte setzen sich auf diese Weise aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt ein und verzichten dafür freiwillig auf einen Teil ihrer Ernte.

„Wir Landwirte sind gerne bereit für mehr Artenvielfalt Blühstreifen anzulegen. Mit über 13 Hektar haben wir den Vorjahreswert nur knapp unterschritten, die jeweiligen Einzelflächen sind jedoch größer als im Vorjahr. Auf diese Weise machen wir uns vor Ort für Artenvielfalt und Artenschutz stark“, freut sich Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. Das Blühstreifenprojekt „Münster blüht was…“ wird finanziell durch die Sparkasse Münsterland Ost unterstützt und durch die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und die Münsteraner Landwirte umgesetzt. „Die Blühstreifen bieten zahlreichen Insekten und Tieren ein zu Hause und sind eine besondere Bereicherung für das Landschaftsbild“, sagt Steffen Hogeback, Landschaftsökologe bei der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft. 

Im Rahmen eines Besichtigungstermins trafen sich jetzt Iris Osthues von der Sparkasse Münsterland Ost, Steffen Hogeback und Wolfgang Ganser von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und Landwirtin Susanne Schulze Bockeloh mit Landwirt Heiner Eping, um sich vor Ort auf einer Feldfläche in Mauritz ein Bild von den bunten Blühstreifen zu machen. „Die Blumen machen die Landschaft noch attraktiver und leisten zudem einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region. Gerne fördern wir deshalb dieses besonders farbenfrohe Naturschutzprojekt der Münsteraner Landwirte“, freut sich Iris Osthues, Geschäftsbereichsleiterin der Sparkasse Münsterland Ost.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft hat es sich zum Ziel gemacht, die nachhaltige Nutzungsfähigkeit, Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaften in Westfalen-Lippe als Lebensraum für ihre charakteristische Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und zu fördern. Dabei setzt sich die Stiftung für die Zusammenführung der Belange von Landwirtschaft und Naturschutz ein.

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