Münsteraner Landwirte ackern für den Artenschutz: Einsatz für Natur und Umwelt

16. Oktober 2016

Honigmarkt vor dem Schloss: Landwirte stellen ihre Arbeit vor

Münster <WLV> Jede Region im Münsteraner Stadtgebiet hat ein unverwechselbares Gesicht, ihre eigene Geschichte und ihre eigene Landschaft. Landschaft ist auch der Raum, in dem Landwirte leben und arbeiten. Ganz bewusst engagieren sich Landwirte in Münster für den Natur- und Umweltschutz und eine reiche Artenvielfalt. Das machten die Münsteraner Landwirte gemeinsam mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft im Rahmen des ersten Honigmarktes vor dem Schloss deutlich. Die Landwirte laden regelmäßig zu einem Runden Tisch Artenschutz und arbeiten dabei mit allen für den Arten- und Habitatschutz relevanten Akteuren zusammen. Der Runde Tisch wird dabei seitens des Berufsstandes als eine gute Möglichkeit verstanden, um sich mit Fachleuten über das Thema Biodiversität auszutauschen.

„Wir haben in den vergangenen Monaten und Jahren viele Projekte umgesetzt: Feldlerchenfenster und Nisthilfen für die Rauchschwalbe haben die Landwirte ebenso unterstützt, wie den Anbau von blühenden Zwischenfrüchten, die das Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten im Herbst verbessern“, berichtet Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. „Insektenhotels und Nisthilfen für den Steinkauz sind weitere Projekte, die wir Landwirte aus Münster zum Schutz der Artenvielfalt umsetzen. Wir Landwirte ackern in und mit der Natur. Gerade deshalb ist uns an der Pflege und Erhaltung unserer Umwelt gelegen“, sagt Susanne Schulze Bockeloh.

Bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen ergreifen die Landwirte darüber hinaus Maßnahmen, um aktiven Natur- und Artenschutz zu betreiben. So bilden Uferrandstreifen auf einer Fläche von rund 40 Hektar eine Schutzzone zwischen bewirtschafteten Flächen und angrenzenden Gewässern, denn der Schutz des Wassers hat für die Landwirtschaft oberste Prämisse. Zunehmend setzen die Landwirte bei ihren Feldarbeiten auch akustische Wildretter ein. Ein hochfrequenter Signalton – angebracht an den landwirtschaftlichen Maschinen oder aufgestellt an Feldflächen – warnt Wildtiere wie Rehkitze, Fasane und Hasen durch einen schrillen Pfeifton vor den anstehenden Mäharbeiten, sodass diese ausreichend Zeit haben, die Feldfläche zu verlassen.

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