Gemeinsam für den Artenschutz: Runder Tisch bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland

23. Mai 2018

Landwirte, Naturschützer, Imker, Jäger und Stadt Münster arbeiten eng zusammen

Münster <WLV> Gemeinsam für den Artenschutz: am ersten "Runden Tisch Artenschutz in Münster" in diesem Jahr trafen sich am vergangenen Dienstag, den 22. Mai, wieder Vertreter des Naturschutzes, der Imker, der Jäger, der Stadt Münster und der Landwirtschaft zum Informationsaustausch und zur Planung gemeinsamer Aktivitäten. Gastgeber war diesmal die NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn. Unter der Leitung von Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des WLV-Kreisverbandes Münster (Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband), stellte Aline Reinhard von der NABU-Naturschutzstation Münsterland zunächst Fledermäuse und andere geschützte Arten auf landwirtschaftlichen Hofstellen vor. Dabei ging es insbesondere um den Artenschutz bei Sanierungen und dem Abriss von landwirtschaftlichen Gebäuden sowie um den Erhalt von Schwalbennestern.

Hendrik Specht von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft präsentierte erste Ergebnisse des 2016 gestarteten Projektes zum Erhalt und zur Förderung artenreicher und widerstandsfähiger Niederwild-Populationen vor. Demnach werden im gesamten Münsterland 25 Eigen- und Genossenschaftsjagden beraten, welche Maßnahmen sich für die Stärkung der Population von Fasan, Rebhuhn und Co. eignen. Erfreulich war dabei die Erfahrung, dass sich fast drei Viertel der erreichten Jäger an den vorgeschlagenen Maßnahmen beteiligen. Stefanie Feldmann von der Landwirtschaftskammer Münster berichtete von ihren Erfahrungen mit der einzelbetrieblichen Naturschutz- und Biodiversitätsberatung zur Förderung des Artenschutzes aus den letzten beiden Jahren. Hier wurden im gesamten Regierungsbezirk Münster bislang 230 Betriebe zu Maßnahmen wie die Anlage von Blühstreifen und -flächen und Uferrandstreifen sowie deren Fördermöglichkeiten beraten, von denen 70 Prozent in die konkrete Umsetzung gelangten.

Die engagierten und konstruktiven Diskussionen zeigten das Interesse aller Teilnehmer, sich gemeinsam für den Artenschutz in der Agrarlandschaft einzusetzen. Mit der Einladung zum "Tag des offenen Hofes" in Sprakel am kommenden Sonntag, den 27. Mai, schloss Schulze Bockeloh das Treffen, dort wird sich auch die NABU-Naturschutzstation als Aussteller präsentieren. Die regelmäßigen "Runden Tische Artenschutz" dienen dem Informationsaustausch und finden ca. zweimal jährlich auf Kreisebene statt.

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