Gemeinsame Pressemeldung mit Stadtwerke Münster: Kooperativer Gewässerschutz - Stadtwerke und Landwirtschaft intensivieren Zusammenarbeit

07. Februar 2020

Fachlicher Austausch soll ausgebaut werden

Münster <WLV> Schon seit 1991 engagieren sich viele Landwirte in den münsterschen Wasserschutzgebieten in der Kooperation von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft gemeinsam mit den Stadtwerken Münster für nachhaltigen Gewässerschutz. Angesichts der zahlreichen aktuellen Herausforderungen für Landwirte und Wasserversorger möchten der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) und die Stadtwerke ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren. Die Partner haben nun vereinbart, sich verstärkt über gewässerschonende, aber praxisnahe Bewirtschaftungsmethoden auszutauschen, um langfristig sicherzustellen, dass das vor Ort gewonnene Trinkwasser höchsten Qualitätsstandards genügt.

„Als Landwirte sichern wir die Versorgung mit Lebensmitteln. Dabei spielt der Umweltschutz eine zentrale Rolle. In der Kooperation mit den Stadtwerken haben wir Landwirte bereits viel bewegt. Das zeigt, dass wir durch kooperative Ansätze viel für den Gewässerschutz erreichen“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des WLV-Kreisverbandes Münster, die in Handorf Ackerbau betreibt und lange Jahre Vorsitzende der Kooperation Landwirtschaft / Wasserwirtschaft Münster war. Auf ihrem Hof fand jetzt ein fachlicher Austausch mit Mitarbeitern der Stadtwerke statt.

Gerade Nitrat im Grundwasser ist bereits seit langem ein Thema, das jeden angeht. Ein enger Austausch und die gute Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Wasserwerken sind hierbei essentiell, um Fortschritte zu erzielen. Im Trinkwasser, das die Stadtwerke an die Münsteraner liefern, liegen die Nitratwerte deutlich unter dem Grenzwert, allerdings bieten die Werte einiger Messstellen in Münsters Wasserschutzgebieten weiterhin Verbesserungspotenzial.

„Die Trinkwasserverordnung gibt strenge Grenzwerte und Kontrollen vor, die unser Trinkwasser allesamt erfüllt. Damit die Wasserqualität so ausgezeichnet bleibt, ist uns die Kooperation sehr wichtig. Hand in Hand arbeiten wir als Wasserversorger auch zukünftig eng mit den Landwirten daran, den kooperativen Gewässerschutz flächendeckend auszubauen. Denn die Erfolge sind klar messbar“, erklärt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke. Die Stadtwerke werten mehrmals pro Woche Wasserproben aus, kein anderes Lebensmittel in Deutschland wird so streng überwacht wie unser Trinkwasser.

Die Stadtwerke unterstützen die in der Kooperation beteiligten Landwirte ganz praktisch dabei, ihre Betriebe gewässerschonend zu betreiben. Ziel ist es unter anderem, den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren oder sofern möglich ganz zu vermeiden. Die Kooperation finanziert außerdem einen Gewässerschutzberater bei der Landwirtschaftskammer.

„Kooperation, das bedeutet für mich, miteinander zu gestalten, sich wertschätzend und auf Augenhöhe zu begegnen. So erlebe ich die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken. Für die beteiligten Landwirte sind die Maßnahmen ökologisch sinnvoll und rentieren sich dank der Förderung auch wirtschaftlich, wenn man die Kosten für Dünger oder Pflanzenschutzmittel bedenkt“, sagt Heinz-Georg Hartmann, Kreislandwirt aus Amelsbüren und Vorsitzender der Kooperation Landwirtschaft / Wasserwirtschaft Münster.

„Um die fachliche Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft weiter auszubauen, kümmert sich mit Johannes Zerche seit diesem Jahr ein Mitarbeiter der Stadtwerke schwerpunktmäßig um die Kooperation“, erklärt Dominik Pollok, Abteilungsleiter der Wasserwerke in Münster.

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