Münsteraner Landwirte arbeiten tagtäglich für Nahrungsmittelsicherung

17. März 2020

Susanne Schulze Bockeloh: „Supermärkte, Hofläden, Automaten und Lieferdienste sichern Lebensmittelversorgung“

Münster <WLV> Die Corona-Krise ist in aller Munde. Insbesondere auch die 600 Landwirtsfamilien in Münster bewegt das Thema, denn sie arbeiten tagtäglich auf ihren Höfen, um die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sicherzustellen. Als Lebensmittelproduzenten tragen auch die Münsteraner Landwirtinnen und Landwirte dafür Sorge, dass die Supermarktregale und Hofläden mit frischen Produkten, die regional produziert werden, gefüllt sind.

„Die Hamsterkäufe der vergangenen Tage zeigen, dass die Menschen in Sorge sind. Unser Berufsstand nimmt das sehr ernst. Wir Landwirtinnen und Landwirte arbeiten 365 Tage im Jahr dafür, dass vor Ort regionale Lebensmittel produziert werden. Insgesamt haben wir einen sehr hohen Selbstversorgungsgrad unserer heimischen Nahrungsmittel“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster.

„Ich möchte die Sorge nehmen, dass zu wenig Lebensmittel zur Verfügung stehen, denn unabhängig von Klimawandel oder Wirtschaftskrise werden unsere Tiere versorgt und finden unsere Ernten statt“, so Susanne Schulze Bockeloh. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse finden Verbraucher in den Supermärkten, in Münster bieten rund 35 Direktvermarkter ihre Produkte auch in Hofläden und auf Wochenmärkten an. An Automaten können sich die Kunden sogar rund um die Uhr selbst versorgen. Mehrere Vermarkter liefern bereits Lebensmittel nach Hause, andere wollen nun aufgrund von Corona sehr kurzfristig Lieferdienste aufbauen.

Umso wichtiger sei es jetzt, dass jeder einzelne Münsteraner die Empfehlungen der Regierung annimmt und kosequent umsetzt. „Die Gesundheit der Betriebsleiter und Mitarbeiter hat jetzt oberste Prämisse, damit jeder seinen Tätigkeiten auf den Höfen weiterhin nachgehen kann. Deshalb schränken wir den Personenverkehr auf den Höfen erheblich ein und beschränken uns auf ein Minimum. Hygienevorschriften und Verhaltensregeln müssen sorgfäl

tig und konsequent umgesetzt werden, damit die Betriebe sowie der vor- und nachgelagerte Bereich weiter arbeiten können. Vor allem die Sonderkulturbetriebe mit Spargel und Obst, deren Saison in Kürze beginnt, treibt die Sorge des Arbeitskräftemangels um. „Durch die Grenzschließungen ist klar, dass Saisonarbeitskräfte nicht wie in den Vorjahren nach Deutschland kommen werden. Wir versuchen daher alles, um kurzfristige Lösungen zum Beispiel für den Transitverkehr zu erreichen. Weiterhin muss es auch möglich sein, dass Kurzarbeiter auf den landwirtschaftlichen Betrieben als Arbeitskräfte einspringen können, die Option des Selberpflückens könnte ausgeweitet werden“, sagt Susanne Schulze Bockeloh.

Weitere Informationen zur Direktvermarktung in Münster finden Sie hier:
https://www.wlv.de/kreisverbaende/muenster/direktvermarktung_muenster.php

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