Maisernte hat begonnen

25. September 2013

Bauern bitten um Rücksicht im Straßenverkehr

Paderborn /WLV (Re) Noch stehen viele Maisfelder, aber die Maishäcksler haben ihre Arbeit aufgenommen und knabbern sich beständig durch die Felder. Pünktlich mit der ersten Herbstwoche hat im Kreis Paderborn die Maisernte begonnen, so eine Meldung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn. 

 

„Vereinzelt wurde auch in den letzten Wochen in unserer Region schon Mais geerntet. Das war jedoch auf den Standorten, auf denen der Mais stark unter der Sommertrockenheit  gelitten hat und damit früher abreifte“, berichtet der Kreisverbandsvorsitzende Hubertus  Beringmeier.

 

Der Mais steht in diesem Jahr sehr unterschiedlich“, so der Landwirtevorsitzende. Mais liebe Sonne, von der er in diesem Sommer ausreichend bekommen habe, benötige aber auch ein bestimmtes Maß an Feuchtigkeit. Deshalb habe er sich auf den Böden, die sich durch ein entsprechendes Wasserhaltevermögen auszeichneten wie im Salzkottener Raum, noch einigermaßen entwickelt. Wo die Böden weniger Wasser speichern könnten wie beispielsweise in Hövelhof oder Delbrück oder auch in den Höhenlagen, dort also wo Trockenschäden auftraten, sind Ertragseinbußen zu erwarten.  Hier setzten hohe Temperaturen und Trockenheit die Bestände zu.

 

Mais wird je nach Verwendungszweck zu unterschiedlichen Zeiten geerntet. Aktuell wird der als Rinderfutter dienende oder in Biogasanlagen eingesetzte Silomais eingebracht. Hierbei werden die ganzen Pflanzen gehäckselt und luftdicht verschlossen. Durch die entstehende Milchsäuregärung wird das Futter - nach dem Prinzip der Sauerkrautherstellung - für den Winter konserviert. Etwas später wird dann das sogenannte Corn-Cob-Mix (CCM) - zu deutsch Korn-Spindel-Gemisch - geerntet. Hierbei wird nur der energiereichere Kolben genutzt. Ebenfalls zerkleinert und einsiliert wandert es in den Schweinemagen. Reift der Mais noch weiter ab, werden nur noch die Körner verwendet.

 

Da mit der Maisernte vermehrt Traktoren mit Anhängern, die den Mais vom Feld zu den Höfen transportieren, unterwegs seien, bittet Beringmeier alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr. „Unsere landwirtschaftlichen Fahrzeuge sind zwar groß, aber nicht so schnell wie die meisten anderen Fahrzeuge auf unseren Straßen.“ Besonders, wenn bei regnerischem Wetter Straßen durch Ernte- und Transportfahrzeuge verschmutzt seien, müsse man daran denken, dass der Bremsweg deutlich länger sei. „Wir Bauern geben uns zwar große Mühe, die Straßen schnell wieder zu reinigen. Durch den Erdanhang an den Reifen lassen sich besonders bei nassem Wetter kurzfristige Verschmutzungen jedoch nicht vermeiden“, bittet Beringmeier um Verständnis. Zudem verweist er darauf, dass die Transportgespanne oft mit großvolumiger Bereifung und niedrigem Innendruck ausgestattet sind, „um den Druck auf den Ackerboden zu minimieren und den Boden schonend zu bearbeiten.“ Diese breiten und wuchtigen Reifen hätten auf der Straße dann allerdings eine höhere Geräuschentwicklung zur Folge. Beringmeier: „Die Abrollgeräusche sind deutlich lauter als bei einem LKW mit vergleichbarer Fahrgeschwindigkeit.“ Mit einer Breitbereifung seien auch Fahrzeugbreiten von drei Meter keine Seltenheit. Hier sei deshalb besondere Rücksichtnahme von allen Verkehrsteilnehmern gefordert.

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