Umweltministerkonferenz in Hamburg:

„Wir brauchen sachgerechte Diskussionen“

14. November 2019

OWL /WLV (Re) Bei der Bauerndemo zur Umweltministerkonferenz (UMK) in Hamburg richtete sich diesmal der Protest an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und deren Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern.

Kooperieren statt Verbieten

„Wir möchten klarstellen, wir Landwirte demonstrieren nicht gegen Umwelt –, Tier– oder Insektenschutz. Es geht vielmehr darum, als Experten auf diesem Gebiet wahrgenommen zu werden und zukünftig unsere Meinung stärker einbringen zu können“, unterstreicht Hubertus Beringmeier, Vorsitzender den Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe. „Damit Gesetze nicht über unsere Köpfe hinweg gemacht werden, sondern mit uns zusammen.“ Damit die Erfahrungen der Landwirte aus der Praxis, der täglichen Arbeit gehört werden. Damit die Zukunft nicht mit Verboten verhindert, sondern mit Lösungen gestaltet wird, damit die Bauernfamilien mit ihren Höfen weiterhin überleben können.

Die Bauern wehren sich gegen die maßlose Auflagenflut und werben dafür: Gemeinsam statt gegeneinander, kooperieren statt verbieten. Es müsse fachkundig erfolgen. „Wir brauchen eine sachgerechte Diskussion“, untermauert der Landwirtevorsitzende und hebt hervor: „Selbstverständlich tragen wir sinnvolle Maßnahmen mit.“

Die Landwirtschaft wird ihren Teil zur Lösung der anstehenden Probleme beizutragen. „Das erwarten wir aber auch von allen anderen, etwa auch von der Gesellschaft, wenn es darum geht, an der Ladentheke faire Preise zu zahlen“, betont Dominik Schmedt, Junglandwirt aus Stemwede, Mitorganisator des Schlepperkorso jüngst im Kreis Minden-Lübbecke. Die Bauern fordern kooperativen Natur- und Wasserschutz, eine fachlich begründete Düngeverordnung, eine sachgerechte Bewertung für den Pflanzenschutz und eine Kurskorrektur bei MERCOSUR, für einen fairen Handel und gleiche Umwelt- und Sozialstandards.

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