Zwei Mahnfeuer im Kreis:
in Benhausen und Salzkotten

Bauern wollen leuchtende Zeichen setzen

06. Dezember 2019

Paderborn /WLV (Re) Mit zwei großen Mahnfeuern wollen die Landwirte und Landwirtinnen im Kreis Paderborn leuchtende Zeichen setzen. Am Samstagabend (07.12.2019) um 19.30 Uhr wird ein Feuer in Benhausen an der Bundesstraße B 64 / L 937 (Straße „Im Knick“) brennen. Außerdem wird es am kommenden Dienstag (10.12.2019) in Salzkotten, auf der Wiese vor der Dreckburg um 19 Uhr eine weiteres Mahnfeuer der Landwirte und Landwirtschaftlichen Ortsverbände der Stadt Salzkotten geben. Getränke werden zum Selbstkostenpreis verkauft, gespendet wird an die Aktion Lichtblicke.

Der Anstoß zu dieser bundesweiten Mahnfeueraktion kommt von der Bewegung „Land schafft Verbindung“. Die Feuer sind im Zuge der Demonstrationen der Landwirte der nächste Schritt, um die Öffentlichkeit und Politik auf ihre Existenzängste aufmerksam zu machen.

Die Landwirte kommen mit ihren Treckern. So werden am Samstagabend 50 Traktoren erwartet. „Die Schlepper stehen als Symbol für die Landwirtschaft“, erklärt Rainer Kleinn, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Benhausen. Die Bauern wollen friedlich auf ihre Belange aufmerksam machen. „Wir wollen in der Adventszeit zum Nachdenken anregen“, so Rainer Kleinn. „Wir wollen still in Erinnerung rufen, warum wir hier bei uns in Deutschland, im Kreis Paderborn, eine heimische Landwirtschaft brauchen, warum wir wichtig sind. Wenn es uns nicht mehr gibt, ist es zu spät.“ Unter dem Motto redet mit uns, nicht über uns“ laden sie auch alle Interessierten herzlich ein. „Wir wollen mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen“, betont Landwirt Kleinn.

Gemeinsam Lösungen finden

Den Landwirten mangele es nicht an der Bereitschaft zur Veränderung. „Wir brauchen aber auch eine Zukunftsperspektive“, erklärt Hubertus Beringmeier, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes zu der Situation der Bauern. Landwirte, Politik und Gesellschaft müssten gemeinsam Lösungen finden, wie sich Natur- und Artenschutz, aber auch die Tierhaltung weiter verbessern lassen, unter Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Ein wichtiges Signal sei vom Agrargipfel ausgegangen, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Dezember eingeladen hatte. Jetzt müsse die Politik dranbleiben und die Landwirtschaft in die Entscheidungsprozesse einbeziehen. Beringmeier: „Wir wollen den Dialog.“

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