Hubertus Beringmeier neuer Bauernpräsident von Westfalen-Lippe

Erstmalig Ostwestfale an der Spitze

17. Februar 2020

OWL / WLV (Re) Hubertus Beringmeier, Landwirt in Hövelhof-Espeln (Kreis Paderborn), ist neuer Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV). Er wurde am Montag (17.2.2020) von den Delegierten im WLV-Landesverbandsausschuss in Münster in einer spannenden Wahl gewählt. Er ist damit der erste Bauernpräsident in der Geschichte des WLV, der aus Ostwestfalen-Lippe kommt.

Im zweiten Wahlgang setzte Beringmeier sich mit 57 zu 48 Stimmen gegen die Münsteranerin Susanne Schulze Bockeloh durch. Der zweite Wahlgang war erforderlich geworden, da sich im ersten Wahlgang mit Joachim Pehle aus Erwitte (Kreis Soest) ein weiterer Kandidat zu Wahl gestellt hatte, allerdings keiner der drei Personen die erforderliche einfache Mehrheit bekommen hatte.

Der 58-jährige Beringmeier ist somit Nachfolger von Johannes Röring. Sein Amt stellte der Landwirt aus Vreden (Kreis Borken) nach knapp acht Jahren zur Verfügung, um sich ganz auf seine Arbeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestags zu konzentrieren.

Der neue Bauernpräsident Beringmeier bedankte sich: „Ich freue mich über die Wahl für dieses verantwortungsvolle Amt und möchte nun auch als Präsident für die Belange der fast 40.000 Bauernfamilien in Westfalen-Lippe eintreten.“ Die grüne Berufssparte stehe derzeit vor großen Herausforderungen. „Wir Landwirte müssen in veränderten Zeiten gemeinsam nach Lösungen suchen, unsere Position mehr denn je der Öffentlichkeit verdeutlichen und dabei Verbündete suchen“, kündigt Beringmeier an. „Wir Landwirte denken in Generationen. Ich möchte, dass auch unsere Kinder und Enkel eine Zukunftsperspektive haben.“ Dabei seien ihm die jungen Bäuerinnen und Bauern besonders wichtig. Gerade der hochmotivierte und gut ausgebildete Nachwuchs brauche Planungssicherheit für teure Investitionen, um langfristig Perspektiven zu haben. Er freue sich auf ihren frischen Wind. Sie seien die Zukunft der Landwirtschaft, deshalb werde er sie ganz aktiv in Entscheidungsprozesse einbeziehen. „Ihr seid die Ersten, die ich an den Tisch hole“, verspricht der neue Bauernpräsident.

2020 werde ein richtungsweisendes Jahr. In diesem Jahr würden für die heimischen Bauern wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Im Tierbereich die Nutztierstrategie, die Herausforderungen für die Schweinebauern, insbesondere für die Sauenhalter, auch der Rindviehbetriebe, das Agrarpaket, die Sorgen um die Düngeverordnung - dies seien nur einige Baustellen. „Wir können aber nur dann unsere bäuerlichen Familienbetriebe in unserer Region erhalten, wenn die Auflagen sinnvoll, auf fachlicher und wissenschaftlicher Basis fußen, und zu stemmen sind“, unterstreicht Beringmeier: „Ich kämpfe mit all meiner Kraft für den Erhalt unserer heimischen Höfe und eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft unserer Bauernfamilien.“

Zur Person:

Hubertus Beringmeier (58) ist seit 2015 OWL-Bezirksverbandsvorsitzender, seit 2009 Paderborner Kreisverbandsvorsitzender und war von 2000 bis 2015 Ortsverbands-vorsitzender. Zusammen mit seiner Frau Christiane und dem ältestem Sohn Michael bewirtschaften sie einen Hof mit Schweinehaltung und Ackerbau in Hövelhof-Espeln. Beringmeier: „Unser Sohn verschafft mir die Freiräume, mich für uns Bauern ehrenamtlich zu engagieren.“ Seine Hobbys sind Radfahren und die Geflügelzucht (Tauben und Hühner), vor allem Wassergeflügel (Gänse und Enten).

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