Fünftklässler der Gesamtschule Berger Feld zu Gast auf Bauernhof Drießen

04. Juli 2013

Projekt Lernort Bauernhof bringt jährlich 1.000 Schüler auf Höfe im Verbandsgebiet

Recklinghausen  <WLV> Kann eine Kuh immer Milch geben? Was passiert nach dem Melken mit der Milch? Was für Futter frisst die Kuh und wie werden Weizen und Gerste verarbeitet? Kinder und Jugendliche haben heute kaum noch Gelegenheit, in ihrem sozialen Umfeld die Natur mit Tieren und Pflanzen, sowie die Erzeugung von Lebensmitteln zu erleben und die Landwirtschaft mit all ihren Facetten kennen zu lernen. Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Klaus und Dorothee Drießen konnten die Fünftklässler der Gesamtschule Berger Feld aus Gelsenkirchen Landwirtschaft hautnah erfahren.

Anhand von Futterrationen, Kälberfütterung und vielen weiteren praktischen Beispielen erläuterte Klaus Drießen seine tägliche Arbeit mit den Kühen. Auf seinem Hof hält er 400 Kühe, der Betrieb liegt mitten im Ballungsraum im Norden Gelsenkirchens. Den Betrieb hat er seinerzeit von seinem Vater übernommen und wird ihn eines Tages an den Sohn weitergeben, der bereits auf dem Hof mitarbeitet. „Für mich ist der Besuch von Schulklassen eine tolle Möglichkeit um zu  vermitteln, wie wir hier mit den Tieren arbeiten und wie unsere Landwirtschaft heute aufgestellt ist“, begeistert sich Klaus Drießen auch nach vielen Jahren noch für das Gespräch mit Kindergartenkindern, Schülern und Lehrern. Rund 20 Besuchergruppen empfängt er pro Jahr auf seinem Hof.

Von den Vorteilen der modernen Landwirtschaft und der Arbeit der Landwirte auf ihren Höfen überzeugte sich anlässlich des Besuchs der Schulklasse auf dem Betrieb Drießen am gestrigen Tage auch Landwirtschaftsminister Minister Remmel. Im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour besuchte er als zehnte Station den „Lernort Bauernhof" und machte sich ein Bild vom ländlichen Raum als Ort des lebendigen Lernens. „Den Bauernhof als Lernort zu erleben, wird von den Schulklassen, den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern und auch von den Bauernfamilien als durchweg positiv empfunden“, berichtete Minister Remmel.

Rund 50 Schulklassen mit über 1.000 Schülern empfangen Landwirte aus dem Vest jedes Jahr auf ihren Höfen, über die reine Kenntnisvermittlung hinaus können die Schüler dann mit allen Sinnen lernen. Forschend, spielend und arbeitend tauchen sie in die bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt, in Natur und Technik, ein. Auf diese Weise wird ein Gefühl für die Bedeutung einer nachhaltigen Landbewirtschaftung im Kreisverband Recklinghausen nahe gebracht. Den Bauernhof als Lernort zu erleben, wird von den Schulklassen, den beteiligten Lehrern und Lehrerinnen und auch von den Bauernfamilien als durchweg positiv empfunden. Die Erzeugung von Lebensmitteln und das Thema Landwirtschaft wird auf diesem Wege realistisch und in regionalen sozialen Bezügen hautnah vermittelt.

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