Landwirte aus dem Vest spenden 1.000 Euro an Hochwasser-Opfer

19. Juni 2013

Recklinghausen <WLV> Die Landwirte im Vest zeigen sich solidarisch mit den vom Hochwasser betroffenen Landwirten in Bayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Eine Spende über 1.000 Euro stellen die Vestischen Landwirte zu diesem Zwecke bereit. „In den letzten Tagen haben wir erfahren, wie erheblich die Schäden für die Landwirte in den betroffenen Regionen sind“, sagt Friedrich Steinmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen. „Ganze Existenzen sind bedroht, viele Bauernhöfe wurden zerstört – da mussten wir nicht lange überlegen“, fügt der Landwirt aus Kirchhellen betroffen hinzu.

Nach Schätzungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums belaufen sich die Flutschäden in der Landwirtschaft auf insgesamt rund 321 Mio. Euro, wovon rund 115 Mio. Euro auf die Landwirtschaft in Bayern entfallen, das damit die höchsten Schäden aller Bundesländer zu verzeichnen hat. Rund 30 000 ha Ackerland, 35 000 ha Grünland und knapp 2500 Hektar Gartenbaufläche sind dort betroffen. Am zweitschlimmsten hat es nach Angaben des „Focus“ die Bauern in Sachsen-Anhalt getroffen: Die dortigen Schäden für die Landwirtschaft schätzt das Agrarministerium nach vorläufigen Werten auf 98,2 Mio. Euro. 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche sei dort von den Fluten betroffen. Es wird damit gerechnet, dass die Schäden noch deutlich zunehmen, wenn das Wasser abgelaufen ist.

Die Spende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen wird betroffenen Landwirten durch die Schorlemer Stiftung bereitgestellt. Die Stiftung wurde seinerzeit gegründet, um Umwelt- und Naturkatastrophen in der Landwirtschaft abzumildern. Aufgrund ihrer Struktur und einer raschen Entscheidungsfindung in den Gremien ist sie in der Lage, sehr zügig zu handeln und Spendengelder zur Unterstützung von Landwirten in Katastrophenfällen bereitzustellen.

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