Das Landleben entdecken- mit Tour de Buur

28. Januar 2019

Im Rahmen einer geführten Fahrradtour den ländlichen Raum erkunden und dabei die moderne Landwirtschaft hautnah erleben: Diese Aspekte verbindet das von Dorstener Landwirten ins Leben gerufene Projekt „Tour de Buur“.

„Wir haben dafür ganz bewusst den plattdeutschen Begriff „Buur“ (für Bauer) gewählt“, berichtet der Rhader Landwirt Hubert Krampe, auf dessen Initiative hin sich die Gruppe zusammengefunden hat.  „Mit ihm beschreiben wir in einem Wort, wer wir sind und woher wir kommen. Schließlich ist der plattdeutsche Dialekt in unseren Dörfern Rhade und Lembeck noch weit verbreitet.“

Etwa zehn Unterstützer zählt das Team, unter ihnen ehemalige sowie aktive Landwirte, die die Besuchergruppen als Agrarscouts vor Ort begrüßen und mitnehmen auf eine vier- bis fünfstündige Fahrradtour. Das Thema der Tour kann bei der Anmeldung von den Gästen selbst ausgewählt werden. Insgesamt acht unterschiedliche Themengebiete umfasst das Angebot von Tour de Buur, nach Absprache sind auch individuelle Zusammenstellungen möglich. „Im Dorstener Norden leben und arbeiten ca. 60 bäuerliche Familienbetriebe von und mit der Landwirtschaft, daraus ergibt sich eine enorme Vielfalt. So entstand dann die Idee, unser Tourenangebot nach Themen wie z.B. „Alles Milch“, „Alles Wurst“, „Alles Käse“, „Technik, die begeistert“ oder „Grüne Energie vom Bauernhof“ aufzuteilen“, erläutert Landwirt Bernd Lienemann, der auch Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Lembeck ist.

Des Weiteren sind Touren entlang geschützter Gewässer oder durch den Wald mit Hinblick auf die Bereiche forstwirtschaftliche Nutzung ebenso möglich, wie der Besuch einer Imkerei und Bio-Apfelplantage unter dem Motto „Von der Blüte bis zum Apfel“.

„In Gesprächen stellen wir häufig fest, wie groß das Interesse der Verbraucher an der Landwirtschaft ist. Gleichzeitig hat erst kürzlich eine Studie gezeigt, dass 40 Prozent aller Bundesbürger (in großen Städten sogar 60 Prozent) keinen Landwirt persönlich kennen“, erläutert die Lembecker Landwirtin Regina Böckenhoff. „Durch Tour de Buur möchten wir gerade der städtischen Bevölkerung die Möglichkeit geben, die moderne Landwirtschaft hautnah kennenzulernen und mit den Landwirten vor Ort zu sprechen.“ Die Landwirtin betont besonders, dass es sich bei Tour de Buur um ein Angebot handelt, das alle Altersgruppen anspricht. So können jüngere Kinder durch zwei Landfrauen und ausgebildete Bauernhofpädagoginnen auf einem Bauernhof betreut werden und dort spielerisch alles rund um die Landwirtschaft erfahren, während die Eltern mit den Agrarscouts unterwegs sind.

„So ein Projekt lässt sich natürlich nicht allein durch eine Gruppe motivierter Landwirte stemmen“, ergänzt Hubert Krampe. „Als Projektträger konnten wir den Landwirtschaftlichen Kreisverband Recklinghausen e.V. gewinnen. Eine wichtige Unterstützung finden wir auch durch das Landesförderungsprogramm VITAL.NRW, das genau diese Art von Projekten durch eine Anschubfinanzierung unterstützt. Da wir für diese Förderung einen Eigenanteil von 35 Prozent aufbringen müssen, danken wir auch den weiteren Sponsoren, wie der Raiffeisen Hohe Mark Hamaland sowie den Banken und Sparkassen vor Ort.“

Das Team von Tour de Buur ist sich einig: „Wir freuen uns sehr, dass unser Herzensprojekt „Tour de Buur“ nach ausführlicher Planung nun mit den ersten Touren im kommenden März starten kann. Wir sind sehr gespannt auf unsere Gäste, ihre Fragen und Interessen und freuen uns darauf, ihnen hier im Dorstener Norden eine schöne Zeit zu bereiten!“ Viele weitere Infos und die Buchungsmöglichkeit erhalten Interessierte unter www.tour-de-buur.de.

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …