Landwirtschaftsverband bittet „Väter“ um Rücksicht

07. Mai 2013

Ruhr-Lippe (wlv). Der Vatertag steht vor der Tür, da lockt es so manchen – ob Vater oder nicht – zur „Männertour“ ins Grüne. Damit Tiere und Natur nicht „vätergeschädigt“ werden, bittet der Landwirtschaftsverband um Umsicht und Rücksicht.

„Mit dem Bollerwagen loszuziehen ist eine schöne Tradition“, so Hans-Heinrich Wortmann vom Landwirtschaftlichen Kreisverband. Als Bauernverbandsvorsitzender hat er jedoch zwei dringende Bitten: „Tieren sollte man sich nicht mir allzu großer Lautstärke nähern und den Müll bitte nicht in den Feldern liegen lassen.“

Jetzt im Mai grasen auf vielen Weiden Rinder oder Pferde. „Nähert sich eine lustige Männertruppe zu fortgeschrittener Stunde mit allzu großer Lautstärke, erschrecken sich die Tiere und der Fluchtreflex setzt ein“, so Wortmann. „Sie verfallen in Panik, rennen Zäune nieder und suchen das Weite. Dabei verletzten sich die Tiere häufig, werden zur Gefahr im Straßenverkehr und der Bauer hat große Mühe seine Schützlinge wieder einzufangen.“ Im letzten Jahr seien ausgebrochene Tiere zu einem vermehrten Problem am Vatertag geworden.  In diesem Zusammenhag bittet der Vorsitzende auch darum, keine Weidetore zu öffnen, weil eine Abkürzung locke.

Getränke und Proviant gehören natürlich zu einem Ausflug dazu. Das Picknick oder der kleine Imbiss unterwegs sind es häufig, die den Müll verursachen. Plastikbecher, Flaschen, Dosen, Deckel und andere Metallteile, sowie Tüten und sonstiger Müll werden in der Landschaft entsorgt. „Müll, der auf unsere Wiesen, Weiden und Äcker gelangt, stellt zudem eine Gefahr für unsere Tiere dar“, sagt Wortmann.

„Fremdstoffe, die ins Futter gelangen, mindern nicht nur die Futterqualität, sondern können die Tiere gefährden“, führt er weiter aus. Kühe könnten kleinere Gegenstände nämlich leicht mitfressen. Spitze Metallteile und scharfe Kanten gefährdeten dabei die inneren Organe der Tiere. „Setzt sich beispielsweise ein spitzer Metallgegenstand fest, ist das für ein Rind sehr schmerzhaft und kann sogar sein Leben gefährden", so Wortmann. Neben der Gefahr für das Tier habe er auch die Technik im Blick: „Gelangen Gegenstände später bei der Ernte in die Maschinen, verursachen sie Störungen und teils erhebliche Schäden“, so der Vorsitzende.

„Hat man ein paar Verhaltensregeln im Blick, kann der Vatertag ein wirklich schöner Tag werden“, so Landwirtevorsitzender und Vater Hans-Heinrich Wortmann.

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