Wärme lässt den Raps blühen

20. April 2018

Ruhr-Lippe (wlv). Das sommerliche Wetter lässt die Natur explodieren und auch der leuchtend gelbe Raps steht nun in voller Blüte. „Die verzögerte Entwicklung durch die Kälte im Februar und im März wurde mit dem aktuellen Sonnenschein und der Wärme schnell wieder aufgeholt“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe Hans-Heinrich Wortmann.

„Mit rund 10 Prozent der Ackerfläche in der Region Ruhr-Lippe (Kreis Unna, kreisfreie Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne)  erfreut der Raps nicht nur den Betrachter, sondern spendet auch den Honigbienen und anderen Insekten reichlich Nektar“, erklärt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hans-Heinrich Wortmann. Raps ist eine sehr zuverlässige Honigtracht und auch bei unseren heimischen Imkern ein begehrtes Wanderziel“, sagt er und führt weiter aus: „Nebenbei befruchten die Bienen die Blüten.“  Als Selbst- und Fremdbefruchter könne die Rapsblüte zwar sich selbst und auch benachbarte Blüten befruchten, aber bei Insektenbeflug durch Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlingen und Fliegen sei der Fruchtansatz und Ertrag deutlich höher. Beide Seiten hätten so einen Vorteil, sagt Wortmann. 

Eine Rapspflanze bilde bis zu 100 Blüten. „Daraus wachsen dann in Schoten ca. 2.500 kleine, runde, schwarzbraune Samenkörner mit einem Ölgehalt von etwa 40 Prozent heran“, so der Vorsitzende. Rapsöl aus heimischer Erzeugung komme bei den Verbrauchern an: Es sei das beliebteste Speiseöl in deutschen Küchen.

Das Öl wird aber nicht nur für Ernährungszwecke, sondern auch als nachwachsender Rohstoff verwendet. Es eignet sich als Schmieröl oder -fett oder auch als Kraftstoff.  Der Vorteil besteht in dem nahezu vollständig geschlossenen Kohlendioxidkreislauf.

Neben dem Öl ist auch das bei der Pressung anfallende Schrot begehrt. Mit Rapsschrot decken wir Tierhalter den Bedarf an hochwertigem Eiweiß bei Rindern, Schweinen und Geflügel.

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