Ein blühendes Band entlang der Felder

08. Mai 2019

Viele Kilometer Blühstreifen in der Region

Ruhr-Lippe (wlv). Rund 500 Kilometer haben die Landwirte in der Region Ruhr-Lippe (Kreis Unna, kreisfreie Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne) entlang ihrer Felder mit blühenden Pflanzen bestellt. Allein 250 Kilometer davon entstanden im Rahmen der Aktion des Landwirtschaftsverbandes ‚Blühendes Band durch Bauernhand‘. „Das ist eine Zahl, auf die wir stolz sind“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe (Kreis Unna, kreisfreie Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne) Hans-Heinrich Wortmann und führt weiter aus: „Die Länge der Blühsteifen ist so groß, dass wir damit mehr als den Weg von Unna nach Berlin säumen könnten.“

Wie im letzten Jahr schon, haben auch in diesem Frühjahr viele heimische Landwirtinnen und Landwirte einen Streifen ihrer Felder nicht mit Ackerfrüchten bestellt, sondern dort eine Mischung aus verschiedenen Wildblumen und Kräutern ausgesät. Nach dem Erfolg des letzten Jahres, machen in diesem Jahr noch mehr Landwirte mit. Die blühenden Streifen sehen schön aus, das ist aber nicht der einzige Grund, warum die Bauern die Blühpflanzen ausgesät haben. „Wir verzichten hier auf einen Teil des Ertrages, weil wir Insekten und anderen Wildtieren Lebensraum und Nahrung geben möchten“, sagt Wortmann.

Die bunte Farbenpracht biete Nektar für Schmetterlinge, Bienen und viele weitere Insekten. Hier fänden Bodenbrüter Brutflächen und Wildtiere Rückzugsgebiete, sagt der Landwirt. Die Samen seien zudem Nahrung zahlreicher Vögel. Von Reptilien und kleinen Säugetieren werde der Blühstreifen als Wohn- und Nistplatz genutzt, die zudem dort auch Deckung vor Greifvögeln fänden.

Die meisten Blühstreifen hätten eine Breite von drei Metern, sagt Wortmann. Bei der Mischung habe man besonders auf eine Zusammensetzung von heimischen Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten geachtet, damit den Tieren ein kontinuierliches Nahrungsangebot geliefert werde.

„Nachdem im letzten Jahr viele Landwirte in Eigeninitiative Blühstreifen angelegt haben, haben wir in diesem Jahr die Aktion ‚Blühendes Band durch Bauernhand‘ ins Leben gerufen“, sagt Wortmann. Die Stiftung ‚Westfälische Kulturlandschaft‘ habe die Aktion unterstützt und einen Teil des Saatgutes zur Verfügung gestellt. Neben den Flächen, die  im Rahmen der Aktion entstanden seien, hätten natürlich auch weiterhin viele Landwirte Flächen in Eigeninitiative mit blühenden Pflanzen bestellt.

Eine Bitte hat Wortmann noch: „Zum Schutz von Tieren und Pflanzen sollten die Blühstreifen nicht betreten werden und auch Hunde sollten nicht darüber laufen.“

Presse-Kontakt

Aktuell sind die meisten Blühstreifen gerade erst ausgesät, aber Anfang des Sommers, wird es an vielen Felder so - wie hier in einem Fotos des letzten Jahres zu sehen - blühen.

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