Feldbrandgefahr:
Landwirte bitten um besondere Vorsicht

31. Juli 2019

Ruhr-Lippe (wlv). Zahlreiche Feldbrände der letzten zwei Wochen in der Region Ruhr-Lippe (Kreis Unna, kreisfreie Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne) beunruhigen die heimischen Landwirte massiv. „Es ist überall sehr trocken und der kleinste Funken reicht aus, um ein Feld zu entzünden“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe Hans-Heinrich Wortmann. Habe ein Feld erst mal Feuer gefangen, dann breite sich der Brand in Windeseile aus.

Die Ursachen der Feldbrände könnten unterschiedlich sein, sagt Wortmann. Auf der einen Seite gehe eine gewisse Gefahr von den Erntemaschinen wie Mähdreschern und Pressen aus. Ein Stein, der ins Mähwerk gelange, könne schon einen kleinen Funken auslösen, der dann bei der aktuellen Trockenheit zum Brand werden könne. Auf der anderen Seite habe es in den letzten zwei Wochen in der Region aber viele Feldbrände gegeben, ohne dass ein Erntefahrzeug in der Nähre gewesen sei. „Hier muss die Ursache wo anders liegen“, sagt Wortmann. Er bittet deshalb Autofahrer und Spaziergänger um erhöhte Vorsicht. „Bitte werfen Sie keine Zigaretten aus dem Auto. Selbst ein noch grün aussehender Graben leitet  das Feuer schnell weiter auf die benachbarten Felder“, sagt Wortmann. Eine weitere Gefahr seien Glasscherben in der Landschaft. Eine Scherbe einer achtlos weggeworfenen Flasche wirke wie ein Brennglas, so der Landwirt.

Feldbrände seinen nicht nur eine Gefahr für die Landwirte, so Wortmann. „In unserer dicht besiedelten Region kann ein Brand auch auf benachbarte Häuser übergreifen“, sagt Wortmann. Nur durch den Einsatz der Feuerwehr und der Landwirte, die mit Grubbern Schneisen in die Felder gezogen hätten, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern, habe dieses bis jetzt vermieden werden können.

Presse-Kontakt

Viele Felder sind abgeerntet, aber die Feldbrandgefahr ist deshalb nicht gestoppt. Auch Getreidestoppeln leiten bei der aktuellen Trockenheit Flammen schnell weiter.

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