Schäden durch Saatkrähen
Bauernverband ermittelt Schäden

26. April 2013

Kreis Soest (wlv). Mit der einsetzenden Vegetation wurde es mehr als deutlich: Auf so manchem Weizenfeld rund um Soest hat die Saatkrähe ihrem Namen alle Ehre gemacht und sich an der jungen Saat gütlich getan, so eine Mitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest. Massive Ertragsausfälle sind die Folge.

Um die Schäden genau ermitteln und konkret benennen zu können, schreibt der Landwirtschaftliche Kreisverband  in diesen Tagen seine Mitglieder an.

Die Erhebungen der letzten Jahre zeigen die Ausmaße: 2011 war auf 96 ha ein Schaden von 16.266 Euro zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr stieg der Schaden um 35 Prozent auf 23.360 Euro  bei einer Fläche von 122 ha an. „Diese dauerhaften hohen einzelbetrieblichen Verluste sind für uns als Landwirtschaftlicher Kreisverband nicht hinnehmbar. Hier werden über das zumutbare Maß hinaus Schäden verursacht“, sagt Geschäftsführer Burkhard Schröer. Neben dem wirtschaftlichen Verlust habe das auch nebenbei zur Folge, dass bei Neueinsaaten, die jetzt noch erfolgen müssen, sich nur noch Mais anbiete, ergänzt der Vorsitzende Josef Lehmenkühler und führt weiter aus: „ Sommergetreide und Hafer lassen sich um Soest faktisch nicht anbauen, da diese Früchte erfahrungsgemäß Opfer des Krähenfraßes werden.“

„Im Kreis Soest haben wir an mehreren Stellen Probleme mit Krähenfraß, in einem rund vier bis fünf Kilometer großen Umkreis um die Soester Stadtgrenze ist diese Problematik aber besonders massiv“, sagt Geschäftsführer Schröer.

„Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen zielorientiert des Themas annehmen“, appelliert Landwirtevorsitzender Lehmenkühler. Dies könne aus Sicht des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes eine Regelung für besonders betroffene Betriebe sein.  Außerdem müsse eine ehrliche Diskussion darüber geführt werden, ob eine derart angewachsene Population einer Art,  ob geschützt oder nicht, für den Naturraum noch verträglich sei.

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