Agrarpaket stoppen!

30. September 2019

Bauern übergaben Ministerpräsident Laschet Brandbrief

Kreis Soest (wlv). „Wenn das Agrarpaket so kommt, wie es die Ministerinnen Klöckner und Schulze am 4. September vorgestellt haben, wird es das „Aus“ für viele heimische Bauernfamilien bedeuten“, sagte der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler zu Ministerpräsident Armin Laschet im Rahmen des NRW-Tages der Jungen Union in Soest am Samstag, dem 28. September. „Wenn die Politik unsere bäuerlichen Familienbetriebe erhalten will, muss das Agrarpakt dringend auf den Prüfstand“, ergänzte Hubertus Beringmeier, Kreisverbandsvorsitzender aus Paderborn. Lehmenkühler machte zudem deutlich, wie kontraproduktiv das Aktionsprogramm für den Insekten- und Vogelschutz sei: „Wir Landwirte wären gezwungen, die Fruchtfolge zu verengen, da uns die Möglichkeiten genommen werden, verschiedenen Früchte, beispielweise den Raps, gesund zu erhalten“ , sagte er. Zudem müssten Herbizidbehandlungen, die nach dem Aktionsprogramm nicht mehr möglich seien,  durch eine vermehrte mechanische Unkrautbekämpfung ersetzt werden, was besonders für den Gelegeschutz fatal sei. „Die Erfolge, die wir in den letzten Jahren in der Hellwegbörde im Vogelschutz durch freiwillige Maßahmen erzielt haben, würden wieder zunichte gemacht“, sagte sein Kollege Beringmeier.

Abschließend übergaben die beiden Kreisverbandsvorsitzenden dem Ministerpräsidenten einen „Brandbrief“ der Kreisverbände Paderborn, Ruhr-Lippe und Soest, in dem auf die fatalen Folgen des Aktionsprogrammes aufmerksam gemacht wird.

Laschet versprach, die Inhalte gemeinsam mit seiner NRW-Landwirtschaftsministerin zu thematisieren und sagte, dass er der Meinung sei, dass dort, wo Kooperation funktioniere, man kein Ordnungsrecht brauche.

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Presse-Kontakt

Übergaben Brandbrief: v.l.n.r. Josef Lehmenkühler (Kreisverbandsvorsitzender Soest), Ministerpräsident Armin Laschet, Hubertus Beringmeier (Kreisverbandsvorsitzender Paderborn) und Heinrich Frieling MdL

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