Bunte Vielfalt für Bienen und Co.

19. Mai 2020

Landwirte aus dem Kreis haben 150 ha Blühstreifen eingesät

-wlv/mg- Kreis Steinfurt. Bunt ist das neue Grün: Schon in den vergangenen Jahren haben die Landwirte dafür gesorgt, dass mit freiwillig angelegten Blühstreifen an Feldrändern und Rainen für Insekten und weitere tierische Feinschmecker ein vielfältiger Blüten- und Blätterschmaus zur Verfügung stand. In diesem Sommer hat die Landwirtschaft im Kreis wieder mehr als zwei Tonnen feinster Blühmischung in den Kommunen von Westerkappeln bis Ochtrup, von Horstmar bis Hörstel ausgesät. „Das heißt, dass zusätzlich zu Agrar- und Umweltmaßnahmen die Landwirte rund 150 Hektar freiwillige Blühstreifen angelegt hat“, so Albert Rohlmann, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisverbandes. „Dem Kreis Steinfurt blüht etwas – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn der fehlende Regen kommt, wird bald das blühende Band aus Bauernhand deutlich in der Landschaft zu sehen sein.“ Buchweizen und Phacelia (Bienenfreund) sind die ersten Farbtupfer der Streifen, die nach und nach von Malve, Sonnenblume, Koriander und weiteren ausgesuchten Saaten abgelöst werden. Hier summt’s und brummt’s. Ein symbolisches, blühendes Band zu schaffen – das ist der Antrieb der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und der Landwirtschaftlichen Kreisverbände in diesem Frühjahr. Mitmachen konnten alle Landwirte in Westfalen-Lippe.

Dazu stellten die Stiftungen kostenlos speziell ausgewähltes Saatgut für die Blühstreifen zur Verfügung. „Im Kreis Steinfurt war die Resonanz überwältigend. Wir haben als Kreisverband dafür selbst noch Blühmischungen dazu gekauft“, erklärt Albert Rohlmann. „Das zeigt, dass die Landwirte gerne bereit sind, sich für die Artenvielfalt zu engagieren.“

Die Blühstreifen sind Nahrungsquellen für Insekten wie Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge, die auch für die Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus bietet die Blühmischung einen Lebensraum für Rebhuhn, Kiebitz, Fasan oder Feldhase. Die Steinfurter Landwirte setzen sich aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt ein und verzichten dafür ohne Ausgleich auf einen Teil ihrer Ernte. An den Feldrändern finden sich vielerorts auch Schilder, die auf die Blühstreifen hinweisen, die auch eine echte Augenweide sind: Bunt ist im Kreis Steinfurt das neue Grün.

 

Fotos:

Dem Kreis blüht etwas: Auf rund 150 Hektar Fläche finden Insekten reichlich Nahrung und die Menschen eine echte Augenweide.

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